Donnerstag, Juli 23, 2026
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MSI MAG Z890 TOMAHAWK WIFI II und Intel Core Ultra 7 265K im Test

Arrow Lake trifft auf Tomahawk

Das MSI MAG Z890 TOMAHAWK WIFI II gehört zu den Mainboards, die auf den ersten Blick nicht laut auftreten müssen. Der Karton wirkt nüchtern, technisch und klar auf die MAG-Serie abgestimmt. Auf der Vorderseite dominieren dunkle Flächen, kantige Linien und die auffälligen Akzente im typischen MSI-Arsenal-Gaming-Stil. Die Rückseite wird deutlich konkreter: 16 Duet Rail Power System, Lightning Gen 5, Thunderbolt 4, Wi-Fi 7 samt Bluetooth 5.4, 5G-LAN, EZ PCIe Release, EZ M.2 Shield Frozr II und vier M.2-Anschlüsse stehen dort als zentrale Merkmale im Fokus.

Technisch basiert das Board auf Intels Z890-Chipsatz und setzt auf den Sockel LGA1851 für Intel Core Ultra Prozessoren der zweiten Serie. MSI gibt für das Board DDR5-Unterstützung mit bis zu 256 GB Kapazität und sehr hohen OC-Taktraten an, abhängig von Modulbestückung und Rank-Aufbau. Das Board ist als ATX-Platine ausgeführt und bietet laut MSI eine Spannungsversorgung mit 16+2+1 Duet Rail Power System und 90-A-SPS-Stufen. Für eine Kombination mit dem Intel Core Ultra 7 265K ist das keine Nebensache, sondern die Grundlage dafür, dass hohe Lasten nicht am VRM-Design scheitern.  

Der Intel Core Ultra 7 265K bringt 20 Kerne mit, aufgeteilt in acht Performance-Kerne und zwölf Effizienzkerne. Hyper-Threading gibt es bei Arrow Lake nicht mehr, weshalb die CPU ebenfalls bei 20 Threads bleibt. Intel nennt bis zu 5,5 GHz maximale Turbo-Frequenz, 5,4 GHz maximale P-Core-Turbo-Frequenz, 4,6 GHz für die E-Cores, 30 MB Smart Cache, 36 MB L2-Cache, 125 Watt Processor Base Power und 250 Watt Maximum Turbo Power. Dazu kommt die neue Plattformlogik mit NPU und stärkerer Ausrichtung auf moderne Scheduling- und Effizienzmechanismen.  

Ausstattung und Aufbau

Das MAG Z890 TOMAHAWK WIFI II bleibt äußerlich seiner Linie treu. Die Platine wirkt nicht überladen, sondern funktional verdichtet. Große Kühlkörper decken VRM-Bereich, M.2-Zonen und Chipsatz ab. Die Farbgebung aus Schwarz, Dunkelgrau und gelbgrünen MAG-Akzenten passt gut zur technischen Ausrichtung des Boards. RGB-Übertreibung bleibt aus, stattdessen wirkt das Layout eher wie Werkzeug als Showobjekt. Genau das passt zu einem Tomahawk-Modell: solide Plattform, kräftige Ausstattung, wenig Theater.

Auf den Fotos fällt besonders der massive VRM-Kühler rund um den Sockel auf. Gerade in Verbindung mit einem Core Ultra 7 265K ist diese Auslegung wichtig, weil die CPU unter aufgehobenen Limits sehr schnell in Bereiche vordringt, die weit jenseits der Intel-Basiswerte liegen. Die später gemessenen MOS-Temperaturen bestätigen, dass MSI die Spannungsversorgung nicht nur auf dem Karton stark aussehen lässt. Selbst unter Prime95 Small FFTs und hoher CPU-Leistungsaufnahme blieb der MOS-Bereich bei rund 53 bis 54 °C. Das ist ein sehr entspanntes Ergebnis und zeigt, dass nicht das Mainboard die Grenze setzt, sondern CPU, Kühlung und Power-Management.

Auch die Rückseite der Platine zeigt einen sauberen Aufbau. Auffällig sind die stabilen Lötpunkte, die Backplate-Zone des LGA1851-Sockels und die zahlreichen „Case Standoff Keep Out Zone“-Markierungen. Der Lieferumfang fällt vollständig, aber nicht verschwenderisch aus. Neben den üblichen Dokumenten liegen SATA-Kabel, WLAN-Antenne, M.2-Zubehör, Frontpanel-Helfer und MSI-Sticker bei. Das wirkt passend: nichts Exotisches, aber alles Notwendige für einen sauberen Aufbau.

Testsystem und BIOS-Basis

Für den Test kam folgende Plattform zum Einsatz:

KomponenteEingesetzte Hardware / Einstellung
CPUIntel Core Ultra 7 265K
MainboardMSI MAG Z890 TOMAHAWK WIFI II
BIOSE7E32IMS.1B10
GPUMSI GeForce RTX 3090
CPU-KühlerNoctua NL-LC1-36
SpeicherDDR5, effektiv ca. 5985 MT/s laut HWiNFO
Speichertimings36-38-38-80, Command Rate 2T
P-Core-OC final5,4 GHz
VCC Core Voltage final1,300 V
Core LLC finalMode 3
CPU Lite Load finalMode 12
Performance PresetMSI Performance Preset, zuvor Unlimited; später PL1/PL2 bei 250 W sichtbar
LasttestPrime95 Small FFTs
MonitoringHWiNFO64 8.48-5990

Die BIOS-Version E7E32IMS.1B10 ist dabei ein wichtiger Punkt, weil MSI mit Click BIOS X einige Einstellungen gegenüber älteren BIOS-Generationen anders organisiert. Klassische Begriffe wie CPU Cooler Tuning sind in dieser Form nicht zwingend an derselben Stelle vorhanden oder werden durch Presets, Intel Default Settings, MSI Performance Preset und CPU Lite Load ergänzt. Für das Verhalten dieser Plattform war vor allem die Kombination aus Performance Preset, Core LLC und CPU Lite Load entscheidend.

Erste OC-Versuche: 5,5 GHz wirken reizvoll, aber teuer

Der erste relevante Overclocking-Schritt setzte den P-Core-Ratio auf 55, also 5,5 GHz. Die VCC Core Voltage stand bei 1,300 V, Core LLC auf Mode 3, CPU Lite Load zunächst noch auf Auto beziehungsweise Mode 13. Das klingt auf dem Papier stark, denn 5,5 GHz entsprechen der maximalen Intel-Turbo-Angabe. In der Praxis zeigte sich jedoch schnell, dass dieser Wert unter Dauerlast nicht zur idealen Betriebszone des getesteten Prozessors gehört.

HWiNFO dokumentierte unter Last eine maximale Kernfrequenz von knapp 5.487 MHz. Der Takt wurde also erreicht. Gleichzeitig stiegen CPU-Paket und Kerne aber sehr schnell in kritische Temperaturbereiche. Das CPU-Paket erreichte 101 bis 104 °C, das Kernmaximum lag ebenfalls bei 104 °C. HWiNFO meldete thermische Kerndrosselung sowie thermische Package- beziehungsweise Ring-Drosselung. Die CPU-Gesamtleistungsaufnahme lag bei rund 292 Watt und erreichte maximal etwa 325 Watt. Damit war klar: 5,5 GHz sind zwar bootfähig und kurzfristig nutzbar, für einen stabilen Dauerbetrieb ergibt dieses Profil aber keinen sinnvollen technischen Kompromiss.

Auch Prime95 bestätigte diese Einschätzung. Nach rund zehn Minuten kam es zum Absturz. Das ist bei Prime95 Small FFTs kein kleiner Hinweis, sondern ein deutlicher Stabilitätsmarker. Small FFTs erzeugt eine extrem hohe Kernlast, die reale Anwendungen selten dauerhaft abbilden. Dennoch eignet sich genau dieser Test hervorragend, um Spannungs- und Temperaturgrenzen sichtbar zu machen. Beim 5,5-GHz-Profil trafen gleich zwei Probleme zusammen: zu hohe thermische Last und nicht ausreichende Stabilitätsreserve bei 1,300 V.

Der Wechsel auf 5,4 GHz

Der Rückschritt auf 5,4 GHz war deshalb keine Kapitulation, sondern die technisch richtige Entscheidung. Gerade moderne CPUs reagieren im Grenzbereich oft unverhältnismäßig stark auf die letzten 100 MHz. Der Leistungsgewinn von 5,4 auf 5,5 GHz fällt klein aus, die zusätzliche Leistungsaufnahme und Temperaturentwicklung steigen aber deutlich. Beim getesteten Core Ultra 7 265K zeigte sich genau dieses Verhalten.

Mit 5,4 GHz, 1,300 V, Core LLC Mode 3 und CPU Lite Load Mode 12 veränderte sich das Gesamtbild spürbar. Die CPU arbeitete unter Prime95 Small FFTs deutlich kontrollierter. Das Kernmaximum lag bei 94 °C, das CPU-Paket bei maximal 94 bis 96 °C, HWiNFO meldete keine thermische Kerndrosselung mehr. Die maximale CPU-Gesamtleistungsaufnahme sank auf rund 271 Watt, der Durchschnitt lag bei etwa 229 Watt. Die MOS-Temperatur des Mainboards blieb mit rund 53 °C weiterhin völlig unkritisch.

Damit verschob sich die Grenze des Systems. Beim 5,5-GHz-Profil war die Temperatur der limitierende Faktor. Beim 5,4-GHz-Profil mit CPU Lite Load Mode 12 zeigte HWiNFO dagegen vor allem IA Limit Reasons und Package-/Ring-Leistungsgrenzen. PL1 und PL2 lagen sichtbar bei 250 Watt. Das ist deutlich gesünder: Die CPU rennt nicht mehr ungebremst ins thermische Limit, sondern arbeitet innerhalb eines kontrollierteren Power-Rahmens.

Messwerte im Überblick

Messpunkt5,5 GHz / 1,30 V / LLC Mode 3 / Lite Load 13 Auto5,4 GHz / 1,30 V / LLC Mode 3 / Lite Load 12
LastszenarioPrime95 Small FFTs / VorprüfungPrime95 Small FFTs
Maximale Kernfrequenzca. 5.487 MHzca. 5.388 MHz
Durchschnittlicher effektiver Taktca. 4.750 MHzca. 3.976 MHz im erfassten Zeitraum
CPU-Paket aktuellca. 101 °Cca. 92 °C
CPU-Paket maximalca. 104 °Cca. 96 °C
Kernmaximum104 °C94 °C
Thermische KerndrosselungJaNein
Thermische Package-/Ring-DrosselungJakurzzeitig protokolliert, durchschnittlich 2 %
CPU-Gesamtleistungsaufnahme aktuellca. 292 Wca. 249 W
CPU-Gesamtleistungsaufnahme maximalca. 325 Wca. 271 W
IA-Kerne Leistungsaufnahme maximalca. 312 Wca. 257 W
VRM/MOS-Temperaturca. 54 °Cca. 53 °C
PL1/PL2aufgehoben beziehungsweise extrem hoch sichtbar250 W / 250 W
Prime95-StabilitätAbsturz nach ca. 10 Minutendeutlich stabileres Verhalten im gezeigten Lauf

Diese Tabelle zeigt sehr gut, warum das finale 5,4-GHz-Profil wesentlich sinnvoller wirkt. Der Unterschied von 100 MHz kostet im Alltag kaum wahrnehmbare Leistung, reduziert aber Lastspitzen, Temperatur und Instabilität deutlich. Gerade für einen redaktionellen Test ist dieser Punkt wertvoller als eine rein maximale Taktangabe. Der Core Ultra 7 265K zeigt hier nicht nur seine Leistungsfähigkeit, sondern auch seine Empfindlichkeit gegenüber BIOS-Profilen und Spannungslogik.

CPU Lite Load: kleiner Menüpunkt, große Wirkung

CPU Lite Load ist bei MSI ein entscheidender Hebel. Im Ausgangszustand stand der Wert auf Mode 13 (Auto). Das ist konservativ und sorgt dafür, dass die CPU mit hoher Wahrscheinlichkeit stabil läuft, allerdings häufig mit mehr Spannung und Leistungsaufnahme als nötig. Die Reduzierung auf Mode 12 brachte im Zusammenspiel mit 5,4 GHz, 1,300 V und LLC Mode 3 eine sichtbar bessere Balance.

Dabei ist wichtig: CPU Lite Load ist kein klassischer Taktregler. Die Einstellung beeinflusst das Verhalten der Spannungsanforderung und die Lastlinienlogik. Gerade auf Intel-Plattformen kann das große Auswirkungen auf Temperatur und Verbrauch haben. Im Test fiel der Unterschied nicht akademisch aus, sondern direkt sichtbar: weniger Package Power, weniger Temperatur, keine dauerhafte thermische Drosselung.

Core LLC Mode 3 erwies sich in diesem Zusammenhang als sinnvoll. Die im BIOS gesetzten 1,300 V lagen unter Last nicht starr an, sondern fielen je nach Lastzustand sichtbar ab. HWiNFO zeigte im zweiten Lauf eine aktuelle Kernspannung um 1,090 V und maximal 1,231 V im erfassten Zeitraum. Das ist kein Fehler, sondern Ergebnis aus Lastverhalten, LLC, VDroop und Power-Limits. Entscheidend ist nicht die BIOS-Zahl allein, sondern die Kombination aus Stabilität, Lastspannung, Temperatur und Leistungsaufnahme.

VRM und Kühlung des Mainboards

Das Mainboard selbst verdient an dieser Stelle ein klares Lob. Während der Prozessor mit Prime95 Small FFTs bereits hart an seiner thermischen und elektrischen Grenze arbeitet, bleiben die VRM-Temperaturen sehr niedrig. Ein MOS-Wert von rund 53 bis 54 °C unter derart hoher Last ist ausgezeichnet. Das zeigt, dass die 16+2+1-Spannungsversorgung nicht nur formal kräftig ausgelegt ist, sondern auch praktisch stabil arbeitet.

Auch die restlichen Board-Sensoren bleiben unauffällig. Der PCH lag um 51 bis 52 °C, das System bei etwa 41 bis 45 °C, der CPU-Sockel bei gut 53 bis 56 °C. Diese Werte sprechen für eine solide thermische Konstruktion. Auffälligkeiten wie überhitzende Spannungswandler, kritische Chipsatztemperaturen oder instabile Board-Sensorik zeigten sich nicht. Das Z890 TOMAHAWK WIFI II ist in diesem Aufbau klar nicht der limitierende Faktor.

Die Noctua NL-LC1-36 als 360-mm-AIO muss hier allerdings hart arbeiten. Prime95 Small FFTs bei rund 250 bis 270 Watt CPU-Leistungsaufnahme ist eine extreme Last. Dass die CPU dabei im finalen Profil unterhalb der thermischen Drosselung bleibt, ist ein gutes Ergebnis. Gleichzeitig wird deutlich, dass 5,5 GHz All-Core mit weiter erhöhter Spannung nicht zur vernünftigen Alltagszone gehören. Dafür wäre die zusätzliche Abwärme schlicht zu hoch.

Plattform und Anschlussausstattung

Abseits des Overclockings bietet das Board eine starke Plattformausstattung. PCIe 5.0, ein PCIe-5.0-M.2-Slot, weitere M.2-Anschlüsse, Thunderbolt 4, 5G-LAN, Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4 und viele USB-Optionen sorgen dafür, dass das MAG Z890 TOMAHAWK WIFI II nicht nur als CPU-Träger funktioniert, sondern als moderne Arbeitsbasis. Gerade Thunderbolt 4 und 5G-LAN sind in dieser Klasse wichtige Argumente, weil sie Workstation-nahe Setups erleichtern. Externe SSDs, schnelle Netzwerkspeicher, Docks und Capture-Lösungen lassen sich deutlich flexibler einbinden als bei einfacheren Boards.  

Der Lieferumfang passt zur Preisklasse und zum Charakter des Boards. Die WLAN-Antenne ist praktisch, der Frontpanel-Helfer spart Nerven, M.2-Zubehör liegt bei, SATA-Kabel sind vorhanden. MSI verzichtet auf übertriebenen Zierrat, liefert aber das notwendige Zubehör für einen problemlosen Aufbau. Die Sticker sind Geschmackssache, gehören bei Gaming-Boards inzwischen aber fast zum Inventar.

Besonders angenehm sind die EZ-Funktionen. Der EZ PCIe Release erleichtert den Ausbau großer Grafikkarten, was bei einer MSI RTX 3090 kein Luxus ist. Massive Triple-Slot-Karten verdecken Entriegelungshebel klassischer PCIe-Slots gerne so gründlich, dass der Ausbau zur Fingerakrobatik wird. Auch die M.2-Kühler und werkzeugärmeren Montagemöglichkeiten sind in der Praxis wertvoller als jede zusätzliche RGB-Zone.

Der Core Ultra 7 265K im Charakter

Der Intel Core Ultra 7 265K ist eine interessante CPU, aber keine unkomplizierte. Arrow Lake reagiert deutlich auf BIOS-Profile, Power-Limits und Spannungssteuerung. Im Auslieferungszustand hängt die Performance stark davon ab, welche Vorgaben das Mainboard setzt. Mit MSI Performance Preset Unlimited darf die CPU weit über klassische Intel-Grenzen hinausgehen. Das liefert hohe Benchmarkergebnisse, erzeugt aber auch hohe Temperaturen, hohe Leistungsaufnahme und unter Extremlast potenziell Instabilität.

Der Prozessor selbst wirkt im Test nicht schwach, sondern empfindlich gegenüber Übertreibung. Bei 5,4 GHz zeigt er ein gutes Verhältnis aus Takt, Spannung und Temperatur. Bei 5,5 GHz kippt das Verhältnis. Diese Beobachtung passt gut zur aktuellen CPU-Generation insgesamt: Maximale Taktraten stehen zwar auf Datenblättern, die wirklich interessante Zone liegt aber oft knapp darunter. Dort arbeitet die CPU effizienter, leiser, kühler und langfristig angenehmer.

Für produktive Lasten wie Rendering, Encoding, Kompilierung oder wissenschaftliche Anwendungen ist die Kombination aus acht P-Cores und zwölf E-Cores stark. Die fehlenden zusätzlichen Threads durch Hyper-Threading verändern das Verhalten gegenüber älteren Intel-Generationen, doch die reale Multicore-Leistung bleibt hoch. Gleichzeitig muss die Kühlung ernst genommen werden. Ein Core Ultra 7 265K ist kein Prozessor, der unter aufgehobenen Limits mit mittelmäßiger Kühlung glücklich wird.

Bewertung der finalen Einstellung

Das aktuell sinnvollste Profil lautet:

EinstellungFinal sinnvoller Wert
P-Core Ratio54x
P-Core-Takt5,4 GHz
VCC Core Voltage1,300 V
Core LLCMode 3
CPU Lite LoadMode 12
PL1/PL2250 W / 250 W sichtbar
KühlungNoctua NL-LC1-36
StabilitätstestPrime95 Small FFTs
Thermische DrosselungNein im finalen Profil
Maximale CPU-Pakettemperaturca. 96 °C
Maximale CPU-Leistungsaufnahmeca. 271 W
MOS-Temperaturca. 53 °C

Diese Einstellung ist keine extreme Rekordkonfiguration, sondern ein brauchbarer technischer Kompromiss. Genau darin liegt ihre Stärke. 5,5 GHz klingen besser, 5,4 GHz funktionieren besser. Für einen Testbericht ist das die interessantere Erkenntnis, weil sie zeigt, wie stark das Zusammenspiel aus Board, BIOS, Kühler und CPU über das Ergebnis entscheidet.

Fazit

Das MSI MAG Z890 TOMAHAWK WIFI II zeigt sich im Zusammenspiel mit dem Intel Core Ultra 7 265K als starke und belastbare Plattform. Die Ausstattung ist modern, der Aufbau sauber, die Spannungsversorgung souverän. Besonders die niedrigen MOS-Temperaturen unter Prime95 Small FFTs zeigen, dass MSI das Board nicht nur optisch auf Leistung trimmt, sondern elektrisch solide konstruiert hat. Thunderbolt 4, Wi-Fi 7, 5G-LAN, PCIe 5.0 und mehrere M.2-Anschlüsse runden das Paket ab und machen das Board zu einer sehr vollständigen Basis für ein leistungsstarkes Desktop-System.

Der Core Ultra 7 265K verlangt allerdings Aufmerksamkeit. Mit MSI Performance Preset Unlimited und zu aggressiven OC-Zielen steigt die Leistungsaufnahme schnell in Bereiche, die auch eine gute 360-mm-AIO stark fordern. 5,5 GHz All-Core bei 1,300 V waren im Test zwar erreichbar, aber nicht sinnvoll stabil. Die CPU lief heiß, drosselte thermisch und stürzte unter Prime95 nach rund zehn Minuten ab. Das bessere Profil liegt bei 5,4 GHz, Core LLC Mode 3 und CPU Lite Load Mode 12. Dort arbeitet der Prozessor deutlich kontrollierter, bleibt unter Prime95 Small FFTs ohne thermische Kerndrosselung und reduziert die Leistungsaufnahme erheblich.

Genau dieses Verhalten macht den Test interessant. Das Z890 TOMAHAWK WIFI II ist kein begrenzender Faktor, sondern bietet genug Reserven, um die Eigenheiten von Arrow Lake sichtbar zu machen. Der Intel Core Ultra 7 265K liefert hohe Leistung, reagiert aber empfindlich auf unnötig hohe Spannung und offene Limits. Wer die Plattform sauber abstimmt, bekommt ein schnelles, modernes und technisch spannendes System. Wer nur den höchsten Multiplikator einträgt, bekommt vor allem Hitze.

Transparenzhinweis

Das MSI MAG Z890 TOMAHAWK WIFI II sowie der Intel Core Ultra 7 265K wurde für diesen Test als Testmuster zur Verfügung gestellt. Auf den Inhalt des Artikels, die Testmethodik sowie die Bewertung bestand seitens des Herstellers keinerlei Einfluss.

Der Intel Core Ultra 7 265K wurde unabhängig davon in identischer Testumgebung untersucht. Sämtliche Messungen, BIOS-Anpassungen und Stabilitätstests erfolgten reproduzierbar auf dem im Artikel beschriebenen Testsystem.

Testsystem

KomponenteModell
ProzessorIntel Core Ultra 7 265K
MainboardMSI MAG Z890 TOMAHAWK WIFI II
GrafikkarteMSI GeForce RTX 3090
CPU-KühlerNoctua NL-LC1-36
Arbeitsspeicher32 GB DDR5-6000 CL36
MassenspeicherKingston NVMe SSD
BetriebssystemWindows 11 Pro 24H2
BIOS-VersionE7E32IMS.1B10

BIOS-Konfiguration (Final)

EinstellungWert
MSI Performance PresetUnlimited (für Vergleichstests), anschließend Power-Limit 250 W
P-Core Ratio54x (5,4 GHz)
E-Core RatioStandard
Ring RatioStandard
VCC Core Voltage1,300 V
Core LLCMode 3
CPU Lite LoadMode 12
PL1 / PL2250 W

Verwendete Testsoftware

  • Cinebench 2024
  • Prime95 (Small FFTs)
  • HWiNFO64 v8.48
  • BIOS-Stabilitäts- und Temperaturtests
  • Praxistests unter Windows 11

Hinweis gemäß EU-Vorgaben zur Transparenz

Dieses Review enthält keine bezahlte Werbung. Die bereitgestellten Testmuster hatten keinen Einfluss auf die Berichterstattung. Sämtliche Messergebnisse, Einschätzungen und Bewertungen basieren ausschließlich auf den im Test ermittelten Daten und den während des Langzeittests gewonnenen Erfahrungen.


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