Montag, April 22, 2024
HardwareMonitore

LC-M27-4K-UHD-144-V2 – 27″-PC-Monitor

Diesmal ist bei uns ein Monitor für unser neues Testsystem eingetroffen. Er stammt von der Firma LC-Power und hat die Typenbezeichnung LC-M27-4K-UHD-144-V2. Um diesen langen Namen aufzuschlüsseln, bedarf es keiner großen Kenntnisse. Es ist ein 27“ Monitor mit 4k Auflösung, also 3840 x 2160 Pixel, so genannte Ultra-High-Definition (UHD) mit 144 Hz in der zweiten Version. Um herauszufinden, wie sich dieser Monitor im Alltag schlägt, haben wir ihn auf Herz und Nieren getestet.

Vielen Dank an die Firma LC-Power für das Vertrauen und die Bereitstellung dieses Monitors.

Technische Details

Display-Größe27″ / 68,58 cm
Auflösung4K Ultra HD / 3840 x 2160 Pixel
Bildschirmaktualisierungsrate144 Hz
(bei aktiviertem PiP/PbP-Modus 60 Hz)
Panel-TypIPS 
BildschirmoberflächeNon-Glare
Bildformat16:9
Helligkeit350 cd/m² 
Kontrastverhältnis1000:1
Dynamisches Kontrastverhältnis1000000:1
Bildschirmfarben16,7 M
Farbraum100 % sRGB
85 % AdobeRGB
85 % NTSC
90 % DCI-P3
BetrachtungswinkelH: 178° / V: 178°
Krümmung
ReaktionszeitMPRT 1 ms
Anschlüsse1x DP 1.4
2x HDMI 2.1
1x USB-C (USB 3.2 Gen 1×1/Video/Data/PD 65 W)
Audio1x Audio out (3,5mm-Klinke)
Integrierte Lautsprecher2x 5 W
FarbeRückseite: schwarz, RGB-Beleuchtung
Standfuß: schwarz
Abmessung (ohne Standfuß)613 x 367 x   65 mm
Abmessung (mit Standfuß)613 x 551 x 369 mm
Abmessung (Verpackung)895 x 468 x 165 mm
Neigungswinkel-5°~20°   
Hoch/runterca. 120 mm
Links/recht20° 
VESA-Aufhängung75 x 75 mm
Gewicht (Produkt/gesamt)5,49 / 8,37 kg 
Energieverbrauch32 kWh / 1000 h
43 kWh / 1000 h (HDR)
Standby-Verbrauch≤ 0,5 W
Eingangsleistung100-240 V AC, 50/60 Hz, 19 V, 7,89 A (150 W)
EnergieeffizienzklasseG
PrüfzeichenCE
Garantie3 Jahre
Barcode4260070129810
Hersteller-CodeLC-M27-4K-UHD-144-V2

Verpackung:

Die Hülle ist diesmal sehr bunt gehalten. Auf der linken Seite stehen die weiter unten aufgeführten technischen Details. Rechts ist der Screen selbst zu sehen. Der mitgelieferte Standfuß hat genug Höhe, um den Monitor um 90° zu drehen.

Auf der Rückseite ist der abgebildete Monitor von hinten zu sehen. Alle Informationen, die auf der Vorderseite aufgeführt sind, stehen auch hier.

Inhalt:

Innen liegt alles, was für den Betrieb benötigt wird, gut gepolstert und sortiert:

  • Standfuß in zwei Teilen
  • Kabel: HDMI, Displayport, USB-C
  • Schrauben
  • Netzteil
  • Stromkabel
  • Anleitung

Aufbau:

Es gibt zwei Möglichkeiten für den Zusammenbau des Bildschirms. Entweder gelingt dies mit dem beiliegenden Standfuß oder mit einer Wandhalterung.

Standvorrichtung:

Der untere Teil des Fußes wird mit der Stange verschraubt. Weiter oben von der Halterung ist eine Arretierung angebracht. Diese passt genau in die Öffnung auf der Rückseite des LC-M27. Kurz eingeklickt und der Screen steht sicher.

Wandhalterung:

Hier werden vier Verlängerungen in die Vertiefung geschraubt. Darauf wird die Platte für den Monitorarm befestigt. Diese Abstandshalter liegen der Verpackung bei und erinnern an die Halter in einem Gehäuse, auf dem das Mainboard fixiert wird.

Betrachtungswinkel:

Der Monitor kann mit dem Standfuß verschiedene Positionen annehmen:

Neigungswinkel-5°~20°   
Hoch/runterca. 120 mm
Links/recht20° 

Anschlüsse:

Auf der Rückseite sind sechs Ports vorhanden. Hier werden die Signalquellen eingespeist.

Von links nach rechts:

  • USB-C
  • 2x HDMI 2.1
  • 1x Displayport 1.4
  • 3.5 mm Klinke
  • Strom

Betrieb:

Für einen Arbeitsablauf mit 144 Hz müssen folgende Vorgaben erfüllt sein. Zum einen muss die Grafikkarte diesen Wert erreichen, zum anderen ein geeignetes Kabel verwendet werden. Während fast alle aktuellen Karten dies ermöglichen, schafft es hier nicht jedes Kabel. Daher empfehle ich den Einsatz der beigelegten Zuleitungen.
Ein Test mit anderen führte nicht immer zu 144 Hz.

Office:

Im Office Betrieb schonen die 144 Hz die Augen. Ein langes und ermüdungsfreies Arbeiten ist hier möglich.

Gaming:

Dank dem IPS-Panel mit den für 4k hohen Hertz erhält der Benutzer einen enormen Vorteil. Die Gegner in Shootern werden schneller wahrgenommen und früher gesehen. Mit den 144 Hz ist das Zielen butterweich und bei flinken Bewegungen bleibt das Bild stabil, solange der Rechner genug Leistung bringt, um den Monitor auszulasten. Mit einer Nvidia 2080 Super und den unten aufgelisteten Spielen wurde der Screen nicht komplett ausgelastet. Eine MSI GeForce RTX 3090 SUPRIM X24G sowie eine Radeon 6950XT lasteten den Bildschirm vollständig aus. Hier wurden fast alle Games auf maximalen Einstellungen bei 144Hz gespielt. Alle HDMI Ports besitzen den Neuen 2.1 Standard. Dadurch ist es möglich, das hier eine PS5 sowie XBox Series X angeschlossen werden kann. Der Benutzer hat somit die Option, die vollen 120 Hz direkt durchzuschleifen. Dies bietet eine intensiveres Spielerlebnis im Gegensatz zu den 60 Hz Varianten.

Pixelfehler:

Laut Wikipedia (Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Pixelfehler ): Ein Pixelfehler ist ein fehlerhaftes Pixel, meist auf einem LC-Bildschirm. Pixelfehler entstehen bei LCDs in der Regel durch Fertigungsfehler. Möglich sind solche Fehler aber auch bei Röhrenbildschirmen, etwa durch Fehler in der Lochmaske. Ein Pixelfehler äußert sich z. B. durch ein ständig leuchtendes oder ein ständig schwarzes Pixel. Bei LCDs können auch einzelne Subpixel von einem Fehler betroffen sein. Während die Hersteller und Händler meist der Meinung sind, dass Pixelfehler tolerierbar seien, sind Verbraucher und Ergonomen meist der Auffassung, dass Pixelfehler erheblich stören. Selbst wenn der Nutzer den Pixelfehler nicht erkennt, können er dennoch unbewusst stören. Sie stellen daher ein Ergonomie-Problem dar. Der LC-M27-4K-UHD-144-V2 Monitor weist keinerlei Fehler auf. Verwendet wurde hier das Programm MonTest 4 von Passmark. Hierdurch wird die Anzeige gezielt getestet.

Spiele:

Bei competitiven Spielen muss alles flüssig laufen, kein Frame darf verloren gehen und es dürfen keine Schlieren zu sehen sein. Bei diesem Modell ist all das gegeben, denn die Unterhaltungsprogramme liefen ruckelfrei und ein Wechsel von hellen zu dunklen Bereichen wurde klar wiedergegeben. Wir haben für diesen Test folgende Anwendungen benutzt: PUBG, APEX, LoL, Overwatch und 3DMark.

Content Creation:

Wir haben hier die Bildbearbeitung mit Photoshop, Gimp, Adobe After Effects, Adobe Premiere sowie DaVinci Resolve getestet. Für diesen Zweck wurde ein Grafiker gebeten, mit diesem Display zu arbeiten. Er verwendete ein MacBook pro. Sein Resümee war, dass dieser Monitor nach einer Kalibrierung sehr gute Farbwerte liefert und in dieser Preisklasse ein optimales Preis-/Leistungsverhältnis bietet.

Panel Technologien:

Bei Monitoren gibt es derzeit drei große Paneltypen. Je nachdem, für welchen Zweck der Bildschirm gekauft wird, muss sich der Käufer für einen entscheiden.

IPS:

IPS – In-Plane-Switching: Flüssigkristalle, die übereinandergelegt sind, absorbieren das Hintergrundlicht, wenn Spannung anliegt. Dadurch ist das Schwarz deutlich dunkler als bei TN-Panels. Dank der guten Farbechtheit werden diese Monitore oft für die Bildbearbeitung hergenommen. Da die IPS-Technik kostspielig ist, sind diese Screens im Vergleich zu anderen Technologien teurer und verbrauchen mehr Strom.

TN:

TN – Twisted Nematic: Jedes Pixel besteht aus hintergrundbeleuchteten, stäbchenförmigen Flüssigkeitskristallen. Bildschirme mit diesen Panels sind für schnelle Reaktionen bekannt. Die Wiederholungsraten liegen oft bei 144 Hz und höher. Der Preis ist oft niedriger als bei den anderen Technologien. Für die Grafikbearbeitung sind diese Modelle aufgrund schlechterer Kontrastwerte und Farben nicht geeignet. Ebenso sind TN Panel blickwinkelabhängig.

VA:

VA – Vertical Alignment: Diese Technologie ist ein Kompromiss zwischen TN und IPS Monitoren und ist in der Anschaffung günstiger als IPS Bildschirme. Die Flüssigkeitskristalle sind vertikal angeordnet. Der Blickwinkel ist besser als bei TN Panels, kommt aber nicht an IPS heran. Die Reaktionszeiten sind oft kürzer als bei IPS Screens im gleichen Preissegment. Der Schwarzwert und die Kontraste sind hier am besten. Das spiegelt sich im Preis wider. Diese Modelle sind teurer als TN Panels und günstiger als die IPS Monitore mit 144 Hz und mehr.

Testumgebung:

Diese Karte wurde mit folgender Hardware getestet:

CPU: AMD Ryzen 7900x
Mainboard:Gigabyte X670 AORUS ELITE AX AMD X670 So.AM5
RAM: Kingston DDR5 5200MHz DDR5
Grafikkarte: Radeon RX 6950 XT
SSD:Seagate FireCuda 2 TB NVME; WD 1 TB NVME
CPU Kühler: Noctua NH-D15 chromax.Black
Netzteil: LC1000M V2.31 – Super Silent Modular Serie
Lüfter:Noctua NF-A12x25 PWM chromax.black.swap
Maus: Logitech G502 Hero
Tastatur:Logitech G815
Kopfhörer: JBL – Quantum 810

On-Screen-Display:

Auf der unteren rechten Seite gibt es vier Tasten.

Von links nach rechts:

  • Menü
  • runter
  • hoch
  • Exit
  • Power

Hier kann der Benutzer den Bildschirm an seine Bedürfnisse anpassen.

Boxen:

Es wurden Lautsprecher auf der Rückseite des Screens verbaut. Diese eignen sich für Youtube Videos oder zum Anhören von Musik während der Arbeit. Bei kleineren, nicht kompetitiven Games reichen diese aus. Bei Musikproduktionen beziehungsweise genauerer Ortung der Gegner sind diese nicht zu empfehlen. Der Klang ist in Ordnung. Es fehlt an Bässen, die in dem kleinen Gehäuse keinen Platz haben.

Fazit:

Der LC-M27-4K-UHD-144-V2 ist ein hervorragender Monitor. Er eignet sich für Homeoffice und danach am Abend für ein paar Runden des Lieblingsspiels. Die Boxen sind OK, nichts Weltbewegendes und für normales Arbeiten ausreichend. Das Gewicht des Screens ist sehr gering und jeder Arm kann diesen locker tragen. In meinem Fall hängt der Bildschirm an der Wand. Die LEDs auf der Rückseite wurden deaktiviert. Im Office ist es ein ruhiges Arbeiten, das Scrollen längerer Texte ist angenehm. Bei Videokonferenzen macht sich der große Platz bemerkbar, während sinnloser Calls oder Schulungen kann man einfach weiterarbeiten. Die enorme Stärke des LC-M27-4K-UHD-144-V2 liegt eindeutig bei den Spielen. Hier ist jeder Gegner schnell auszumachen, jede hitzige Runde wird entspannt und die Übersicht wird beibehalten. Das war bei kleineren Screens mit weniger Hertz oft nicht der Fall. Es gibt allerdings auch hier, wie überall, Schattenseiten. Wenn jemand bei den Spielen auf höherer Einstellung zockt, benötigt er potente Hardware, vor allem eine sehr gute Grafikkarte. Eine Nvidia 2080 Super kommt in die Bedrängnis, eine 6950XT schafft es oft, nur bei Cyberpunk 2077 nicht. Wird PUBG mit Wettkampfeinstellungen gespielt, reicht eine Nvidia 2080 völlig aus. Bildbearbeitung ist locker möglich. Da der LC-M27-4K-UHD-144-V2 Blickwinkel stabil ist und die Farben recht genau wiedergibt, kann hier der Grafiker mit geringerem Budget zugreifen. Jeder Gamer sollte so einen Monitor zu Hause haben.

Nach all den Testergebnissen vergebe ich hier den DataHolic Must-Have Award.

Pro:

  • schnelle Reaktionszeit
  • Blickwinkelstabilität
  • viele Anschlüsse
  • integrierte Boxen

Neutral:

  • externes Netzteil

Link: https://www.lc-power.com/produkte/pc-monitore/flachbildschirme/lc-m27-4k-uhd-144-v2.html

Preis: 609,20€

DataHolic