Unboxing: MSI Katana 17 HX B14W
Ausgangslage: Karton, Kennzeichnung, Transportlogik
Beim MSI Katana 17 HX B14W fällt schon vor dem eigentlichen Öffnen auf, dass MSI die Verpackung bewusst als „Transit-System“ denkt: außen robust, innen modular. Der Umkarton ist ein brauner Versandkarton mit großflächigem MSI-Drachenschild und der klaren Beschriftung „GAMING LAPTOPS“. Das wirkt nicht wie Retail-Showcase, sondern wie eine pragmatische, auf Lager und Logistik optimierte Hülle. Genau das ist in dieser Geräteklasse üblich: Ein Gaming-Notebook bringt Gewicht und Hebelkräfte mit, dazu empfindliche Bauteile wie Display und Kühleraufbau. Die äußere Kartonage muss Stöße abfangen, ohne unnötig Volumen zu verschwenden.
Die Wahl eines naturbraunen Kartons ist dabei kein „Style-Statement“, sondern schlicht sinnvoll: weniger Druckfarben, weniger empfindliche Oberflächen, bessere Unempfindlichkeit gegen Kratzer, und in der Praxis auch weniger auffällig im Versand. Dass MSI hier großflächig das Markenlogo platziert, ist wiederum ein klarer Kompromiss: Wiedererkennung versus „Diebstahl-Attraktivität“. Viele Hersteller wählen inzwischen neutralere Umkartons; MSI bleibt hier sichtbar.

Öffnung: Klappdeckel, Innenrahmen, erste Schutzebene
Nach dem Öffnen zeigt sich ein zweistufiger Aufbau. Direkt unter dem Deckel sitzt eine passgenaue Kartonage, die wie ein Innenrahmen arbeitet: großflächige Abdeckung, sauber gefaltete Kanten, und eine seitliche, separate Zubehörkammer. Diese innere „Deckplatte“ erfüllt zwei Aufgaben: Sie verteilt Druck (z. B. wenn beim Transport etwas auf dem Paket liegt) und hält Zubehör von der Geräteoberseite fern. Gerade Netzteile sind schwere, kompakte Blöcke, die bei schlechtem Packaging gerne zum „Rammbock“ werden. MSI trennt das sauber.
Auffällig sind zwei eingelassene Sichtfenster in der inneren Kartonage, jeweils mit Folie abgedeckt. Solche Fenster wirken im ersten Moment wie Show, sind aber eher ein Produktions- und Handling-Detail: Sie dienen oft dazu, definierte Positionen oder Beutel zu kontrollieren, ohne alles anzuheben. Gleichzeitig können sie als Greifpunkte beim Entnehmen der inneren Einlage dienen.

Modulares Innenleben: Gerätebett und Zubehörschacht
Die Kartonarchitektur ist klar: Das Notebook liegt flächig in einer passgenauen Einlage, während rechts eine eigene, schlanke Zubehörzone sitzt. Das ist technisch relevant, weil es die Massenschwerpunkte entkoppelt. Ein 240-Watt-Netzteil (in dieser Leistungsklasse üblich) erzeugt bei Stößen hohe Trägheitskräfte. Liegt es direkt über oder unter dem Gerät, steigt das Risiko für Druckstellen am Deckel, für Mikro-Biegungen oder für punktuelle Belastungen am Panel. Hier sitzt das Zubehör seitlich, also nicht „auf“ dem Gerät. Dass MSI für das Katana 17 HX B14W einen 240W-Adapter nennt, passt exakt zu dieser Schutzlogik.
Zubehör: Netzteil
Netzteilblock: Leistungsprofil und mechanische Auslegung
Im Lieferumfang liegt ein klassischer, großer AC-Adapter mit separatem Netzkabel. MSI führt für das Katana 17 HX B14W einen 240W-Adapter auf. Diese Leistungsklasse ist nicht „nice to have“, sondern notwendig: HX-CPUs sind auf hohe Dauerlast ausgelegt, und die dedizierte GPU fordert unter Gaming- oder Creator-Last ebenfalls ihren Anteil. Ein zu knapp dimensioniertes Netzteil führt in der Praxis zu Drosselung, Akku-Pufferbetrieb oder starkem Temperatur- und Geräuschmanagement. Ein 240W-Block bedeutet: Lastspitzen können stabil bedient werden, ohne dass sofort ins Limit gelaufen wird.
Mechanisch ist der Adapter ein massiver Rechteckkörper mit glatter Oberfläche, typischem strain relief an den Kabelabgängen und einem proprietären Rundstecker (Barrel). Tom’s Hardware beschreibt beim Katana 17 HX explizit einen 240-Watt-Adapter mit „proprietary barrel-style plug“. Das ist für diese Klasse weiterhin Standard, weil USB-C Power Delivery zwar bequem ist, aber im Gaming-Volllastbetrieb oft nicht als alleinige Versorgung gedacht ist. MSI nennt gleichzeitig beim USB-C-Port Power Delivery 3.0; das ist für leichtere Profile praktisch, aber der große Adapter bleibt das „Hauptnetzteil“.

Netzkabel: getrennte Strecken, bessere Servicefähigkeit
Das separate Netzkabel ist nicht nur Tradition. Es vereinfacht Service und Ersatz, reduziert Kabelbruch-Risiko (weil das „Knickteil“ nicht fest am Netzteil hängt) und erlaubt regional unterschiedliche Stecker ohne neue Netzteile. Im Karton liegt entsprechend ein klassisches Kaltgerätekabel-Setup. In der Praxis bedeutet das: Im Defektfall kann ein Kabel getauscht werden, ohne gleich den ganzen Adapter zu ersetzen.
Dokumentation: Quick Guide statt Papierflut
Beiliegend ist ein MSI Quick Guide. Das ist typisch: Papierbeileger sind heute häufig minimalistisch, weil Treiber, Handbücher und Recovery-Informationen digital bereitstehen. Für das Unboxing ist vor allem relevant, dass die Dokumentation sauber getrennt liegt, nicht lose über dem Gerät, und damit nicht als „Kratzerquelle“ auf dem Deckel fungiert.
Entnahme des Geräts: Oberfläche, Kanten, erste Materialsignale
Das Notebook selbst wirkt in geschlossenem Zustand wie ein flaches, dunkles Brett mit leicht angewinkelten Kanten. Die Deckeloberfläche ist matt, das MSI-Emblem sitzt mittig. Matte Oberflächen sind im Alltag dankbar, weil sie weniger spiegeln, aber sie zeigen je nach Beschichtung Fingerfett und Mikrokratzer. Das Katana wirkt hier eher funktional als luxuriös: keine Hochglanzflächen, keine polierten Akzente, sondern klare Linien.
Schon in diesem Moment zeigt sich ein klassischer Gaming-Laptop-Kompromiss: Die Gehäusekante ist nicht ultradünn, sondern bewusst kräftiger, weil innen Volumen für Kühlung, Lautsprecherkammern, Akku und I/O nötig ist. MSI nennt für das Katana 17 HX B14W Abmessungen von 398 × 275,6 × 27,8 mm. Das ordnet das Gerät klar in die „Desktop-Replacement light“-Richtung ein: transportabel, aber nicht „Ultrabook“.
Ein Satz, der dazu passt, stammt von Antoine de Saint-Exupéry: „Perfektion ist erreicht, wenn man nichts mehr weglassen kann.“ Bei Gaming-Notebooks ist das Gegenteil oft die Realität: Es wird bewusst nicht „weggelassen“, weil Luftdurchsatz und Stromversorgung physisch Platz brauchen.

Unterseite: Kühllogik als Designmotiv
Die Unterseite zeigt eine auffällige Hexagon-Struktur mit großflächigen Lüftungsöffnungen. Das ist nicht nur Optik. Hex-Muster sind beliebt, weil sie Steifigkeit vermitteln und gleichzeitig große Open-Area-Anteile für Ansaugung erlauben, ohne dass dünne Stege sofort brechen. Durch die Gitter sind Lüfter und Heatpipe-Zonen sichtbar, teils mit kupferfarbenen Reflexen. Der Eindruck: Das Gerät will atmen. Genau das ist der Kern bei HX-Plattformen.
MSI spricht beim Katana 17 HX B14W von „Full Power CPU & GPU“. Das ist zwar Marketing-Sprache, aber der technische Subtext ist klar: Diese Plattform ist auf hohe Leistungsaufnahme und entsprechende Kühlung ausgelegt. Ein Unboxing liest sich hier nicht nur als „was liegt im Karton“, sondern als erster Hinweis, wie ernst es MSI mit Luftwegen nimmt.

Rückseite: Exhaust als sichtbares Versprechen
Die Rückseite ist fast vollständig als Abluftzone gestaltet, mit markantem Gitter und sichtbar dahinterliegenden Lamellen. Hier sitzt der „Wärmeausgang“ der Kühllösung. Das ist typisch für Gaming-Notebooks, weil warme Luft nicht seitlich auf Maus-Hand oder Kabelbündel blasen soll, sondern nach hinten weg. Außerdem lässt sich so die Seitenfläche für Ports nutzen.
MSI führt für die Serie HDMI 2.1 mit 8K@60 bzw. 4K@120 an. Solche Daten sind für Unboxing-Kontext relevant, weil sie erklären, warum bestimmte Buchsen an bestimmten Stellen sitzen: HDMI wird gern so platziert, dass dicke Kabel nicht mit Seitengeräten kollidieren.

Seitenansichten: Ports als praktische Realität
Linke Seite: Strom und schnelle USB-A
Auf der linken Seite sitzt der runde DC-In für das Netzteil, direkt gefolgt von einer Lüftungsöffnung. Danach kommen zwei USB-A-Ports mit blauem Insert, also USB 3.x. MSI nennt insgesamt drei USB-A (USB 3.2 Gen2) plus einen USB-C. Die Platzierung links ist in der Praxis angenehm für Desktop-Setups: Stromkabel und ein Teil der Peripherie können auf eine Seite, während rechts die „Arbeitsseite“ (Maus) frei bleibt.

Rechte Seite: Audio, USB-C, HDMI, LAN
Rechts sind die Anschlüsse dichter gepackt: Ein 3,5-mm-Combo-Audioanschluss, ein USB-A, dann USB-C, HDMI und RJ45-LAN. MSI listet genau diese I/O-Palette: 1× RJ45, 1× Type-C (USB 3.2 Gen2 mit DisplayPort und Power Delivery 3.0), 3× Type-A USB 3.2 Gen2 und 1× HDMI 2.1.
Für ein Unboxing ist diese Portkonfiguration nicht Nebensache: Sie definiert, ob direkt nach dem Auspacken ein typisches Setup möglich ist, ohne Dongles. LAN an Bord ist im Gaming-Segment weiterhin ein Argument, weil stabile Latenzen und konstante Durchsätze nicht nur „Speed“, sondern vor allem „Stabilität“ sind. MSI bewirbt zudem Wi-Fi 6E für hohe Geschwindigkeit und stabile Verbindungen.
Ein kurzer Gedanke dazu, diesmal als Zitat aus der Popkultur: „Details matter.“ (Steve Jobs) Bei Ports stimmt das tatsächlich: Ein einzelner, gut platzierter LAN-Port kann im Alltag mehr bedeuten als die schönste RGB-Animation.

Deckel und Scharniere: Steifigkeit vor Show
Der Deckel wirkt schlicht, das Branding ist zurückhaltend. Das Scharnier sitzt breit, mit einem durchgehenden Bereich über die Breite, was in dieser Gewichtsklasse typisch ist: Ein 17-Zoll-Panel braucht stabile Anlenkpunkte, sonst entstehen mit der Zeit Spiel oder Knarzgeräusche. MSI nennt ein Gewicht von 2,7 kg inklusive Akku. Das ist nicht ultraleicht, aber für 17,3 Zoll und HX-Plattform nachvollziehbar.
Technisch interessant: Scharniere sind auch thermische Elemente, weil sie den Deckel von der Basis entkoppeln müssen, während hinten gleichzeitig die heißeste Zone (Exhaust) liegt. Viele Geräte lösen das durch eine leichte Anhebung oder Abstand; beim Katana ist die Rückseite klar „technisch“, nicht „unsichtbar“.

Öffnen des Displays: Rahmen, Kamera, Arbeitsfläche
Im geöffneten Zustand zeigt sich ein klassisches 17,3-Zoll-Layout. MSI gibt für das Katana 17 HX B14W je nach Variante Panels bis 240 Hz an (IPS-Level). Im Unboxing-Kontext zählt hier weniger die Bildqualität als die Bauform: Der Rahmen ist funktional, die Webcam sitzt oben. MSI nennt eine HD-Webcam (720p@30fps).
Die Handballenauflage ist großflächig, was bei 17 Zoll ein Komfortfaktor ist: mehr Fläche, weniger „Kante“. Gleichzeitig bedeutet mehr Fläche auch mehr Potenzial für sichtbare Gebrauchsspuren. Das Finish ist matt, mit Produktstickern, die technische Eckdaten kommunizieren.

Tastatur: Vollformat mit Ziffernblock, Gaming-Standard
Das Keyboard ist ein Vollformat mit Nummernblock. MSI nennt explizit eine 4-Zonen-RGB-Gaming-Tastatur und erwähnt eine Copilot-Taste. Für Unboxing ist das vor allem ein Hinweis auf die Hardware-Ausrichtung: Diese Tastatur ist nicht minimalistisch, sondern auf Funktionsbreite ausgelegt. Die Tasten wirken kantig, die Legenden sind klar und gut lesbar. Der Nummernblock ist enger gerückt, wie bei vielen 17-Zoll-Notebooks, um die Haupttasten nicht zu stark nach links zu drücken.
Ein passendes Zitat aus der Literatur, weil es das Thema „Werkzeug“ schön einfängt: „Das Werkzeug formt die Hand, die es benutzt.“ (frei nach Marshall McLuhan gedacht, aber ohne Anspruch auf Wortlaut-Treue) Bei Gaming-Notebooks ist die Tastatur genau dieses Werkzeug: Sie ist nicht Dekoration, sondern Arbeitsfläche.

Touchpad: groß, mittig, pragmatisch
Das Touchpad sitzt zentral unter der Leertaste und ist angenehm groß. Die Oberfläche wirkt glatt, ohne auffällige Trennungstaste. Das ist Standard 2024/2025: Clickpad-Mechanik statt dedizierter Buttons. Für ein Unboxing zählt hier vor allem die Integration: bündig, keine scharfen Kanten, kein sichtbarer Spalt, der Staub anzieht.
Sticker und Spezifikationsanker: was das Chassis verrät
Auf der Handballenauflage sitzen u. a. Intel-Core- und GeForce-RTX-Sticker. Das deckt sich mit der MSI-Spezifikation, die für die B14W-Reihe HX-CPUs (14. Gen) und dedizierte RTX-GPUs vorsieht, je nach Untermodell. Wichtig fürs Unboxing: Solche Sticker sind nicht nur Marketing, sondern geben einen schnellen Hinweis, ob man die richtige Konfiguration vor sich hat, bevor überhaupt ein Setup beginnt.
MSI nennt außerdem 2 SO-DIMM-Slots bis 96 GB DDR5-5600 und 1× M.2 NVMe PCIe Gen4. Auch das ist ein Unboxing-Thema, weil es die „Aufrüst-Story“ schon beim ersten Anfassen mitschwingen lässt: Bodenplatte ab, RAM/SSD erreichbar, klassische Gaming-Laptop-Mechanik.
Verpackungsqualität im Detail: Karton statt Schaum, aber richtig
MSI setzt sichtbar auf Karton-Inlays statt auf dicke Schaumstoffblöcke. Das ist heute gängig, weil Karton leichter recycelbar ist und trotzdem stabil sein kann, wenn er gefaltet und verriegelt konstruiert ist. Entscheidend ist, ob das Gerät „schwimmt“ oder fest sitzt. Hier wirkt die Passform sauber: keine großen Hohlräume, Zubehör separiert, Notebook flächig getragen.
Dass MSI die Innenstruktur so aufbaut, passt zur restlichen Produktphilosophie: eher robust und zweckorientiert als luxuriös. Das Unboxing vermittelt damit eine klare Botschaft: Leistungsklasse vor Samthandschuh.
Einordnung der Ausstattung im Unboxing-Rahmen: ohne Software, aber mit Substanz
Auch ohne einen einzigen Klick in ein Setup-Menü lässt sich über das reine Unboxing technisch einiges sagen:
- Energiepfad: 240W-Adapter als primäre Versorgung, plus USB-C mit Power Delivery 3.0 als flexible Option.
- Akku: 75 Whr (4-Zellen) als Basis für „nicht nur Steckdose“.
- I/O: HDMI 2.1, RJ45, USB-C mit DisplayPort, drei schnelle USB-A.
- Kommunikation: Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3.
- Formfaktor: 398 × 275,6 × 27,8 mm, 2,7 kg.
Diese Punkte sind im Unboxing-Kontext deshalb wichtig, weil sie erklären, warum Karton, Einlage, Zubehörkammer und Gerätedesign genau so ausfallen. Ein 75-Wh-Akku und ein 240-W-Netzteil sind keine Randnotizen, sondern diktieren Gewicht, Volumen und Kühlbedarf.
Oder, um es mit Sun Tzu sehr kurz zu sagen: „Die Schlacht entscheidet sich, bevor sie beginnt.“ Beim Gaming-Notebook entscheidet viel, bevor der erste Startknopf gedrückt wird: beim Layout, bei den Ports, beim Netzteil, bei der Luftführung.
Hinweis gemäß EU-Vorgaben zur Transparenz:
Die in diesem Testbericht vorgestellte MSI Katana 17 HX B14W wurde uns von MSI als unverbindliche Leihgabe zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei nicht um bezahlte Werbung.
MSI hatte keinerlei Einfluss auf Inhalt, Bewertung oder redaktionelle Unabhängigkeit dieses Artikels. Alle geäußerten Meinungen basieren ausschließlich auf unseren eigenen Praxiserfahrungen.
Wir bedanken uns herzlich bei MSI für die Bereitstellung des Notebooks und das entgegengebrachte Vertrauen in dataholic.de.
