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Hidden Champions: Hinter diesen beliebten Anwendungen stecken Festplatten

Düsseldorf, 15. Februar 2024 – Das Digitalzeitalter hat nichts mit Festplatten zu tun? Wer das denkt, liegt falsch. Auch wenn vielen Menschen beim Thema digitale Anwendungen die Festplatte nicht als erstes in den Sinn kommt, bedeutet das nicht, dass sie keine Berührungspunkte mit dem Speicherklassiker haben – im Gegenteil. Wahrscheinlich nutzen sie sogar tagtäglich digitale Services, die ganz entscheidend von Festplatten abhängen: Kein anderes Speichermedium, das direkte Zugriffe erlaubt, kann hohe Speicherkapazitäten so kostengünstig bereitstellen. Toshiba nennt fünf beliebte Anwendungen des Digitalzeitalters, bei denen die Festplatte im Verborgenen eine entscheidende Rolle spielt:

  • Videostreaming: Bei Streaming-Diensten wie Netflix, Disney+ und Co., in den Mediatheken der Fernsehsender oder auf YouTube finden sich abertausende Videos, oft in hoher Auflösung, die extrem viel Speicherplatz belegen. Aus Kostengründen lassen sich diese Datenmengen im Petabyte-Bereich nur auf Festplatten speichern, sonst wären die Dienste für die Anbieter nicht refinanzierbar. Zumal die Videos nicht nur auf einem zentralen System vorgehalten werden, sondern auch Kopien auf Systemen in verschiedenen Regionen ablegt sind, damit Nutzer überall auf der Welt sie zügig abrufen können.
  • Online-Shopping: Online-Shopping erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Doch unzählige Bilder, Produktbeschreibungen und Produktdaten benötigen viel Speicherplatz, und der soll möglichst wenig kosten, um die in vielen Handelsbereichen schmalen Margen nicht noch weiter zu verringern. Deshalb lagert das Gros der Daten auf Festplatten. Lediglich einige kurzlebige Daten, die für eine schnelle Kaufabwicklung benötigt werden, etwa der Warenkorb und Zahlungsinformationen, werden auf Flash zwischengespeichert.
  • Kartendienste: Jeder kann heute auch digital auf Reisen gehen. Google Maps und Co. offenbaren durch ihre Zoomfunktion detailreiche Einblicke in nahezu jeden Winkel der Welt. In großen Städten sind von vielen Straßenzügen zudem Ansichten der Gebäude verfügbar – teilweise sind sogar ältere Aufnahmen vorhanden, sodass der Benutzer einige Jahre zurückspringen kann. Die vielen Satellitenbilder, Luftaufnahmen und Fotos von Straßenzügen beanspruchen enorm viel Speicherplatz und lagern deshalb in Cloud-Rechenzentren auf Festplatten. Tatsächlich bekommt Google die Luftaufnahmen von Behörden, Forschungseinrichtungen und kommerziellen Anbietern sogar auf Festplatten geliefert.
  • Online-Speicher: Cloud-basierte Speicherdienste wie Dropbox, iCloud oder OneDrive sind praktisch, um wichtige Daten zu sichern oder über mehrere Geräte hinweg zu synchronisieren. Fast alle Cloud-Services speichern große Datenmengen kostengünstig auf Festplatten. Dabei kommen spezielle Software-definierte Architekturen zum Einsatz: Diese fassen eine große Zahl von Platten zu Storage-Pools zusammen, die eine deutlich höhere Leistung bringen als einzelne Laufwerke und auch mit vielen gleichzeitigen Schreib- und Lesezugriffen durch Anwender und Geräte zurechtkommen.
  • Soziale Netzwerke: Fast fünf Milliarden Menschen nutzen soziale Netzwerke, und es werden täglich mehr. Die Menge an Fotos, Videos und Audio-Files, die 24/7 hochgeladen werden, erscheint schier unfassbar. Allein bei Instagram sind es über 1.000 Fotos pro Sekunde und bei YouTube mehr als 500 Stunden Videomaterial pro Minute. Diese Datenmengen könnten die Betreiber der Netzwerke ohne Festplatten schlicht nicht auffangen.

„Überall dort, wo große Datenmengen kostengünstig gespeichert werden müssen, führt kein Weg an Festplatten vorbei – ganz unabhängig davon, ob es sich um beliebte Consumer-Services wie Videostreaming, moderne Enterprise-Anwendungen für ERP und CRM oder digital überwachte und gesteuerte Fertigungsanlagen handelt“, erklärt Rainer W. Kaese, Senior Manager Business Development Storage Products bei Toshiba Electronics Europe. „Während viele Menschen privat Smartphones und Tablets nutzen, kommen Festplatten abgesehen von NAS-Systemen im eigenen Zuhause heute überwiegend in Rechenzentren zum Einsatz, wo sie die Hauptlast der Datenverarbeitung im Digitalzeitalter tragen. Deshalb werden Jahr für Jahr tatsächlich noch viele Millionen Laufwerke verkauft, und das wird auch in den nächsten Jahren so bleiben.“

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