LC-Power LC-35U3-RAID-2

Diesmal erreichte uns von der Firma LC-Power ein externes RAID-Gehäuse für zwei Festplatten. Dieser Käfig hört auf den Namen LC-35U3-RAID-2. Angeschlossen wird diese Hülle per USB-Kabel. Wie sich diese Behausung schlägt, haben wir für Euch getestet.

Vielen Dank an LC-Power für das Vertrauen und das Bereitstellen des LC-35U3-RAID-2.

Verpackung:

Die Hülle ist in Schwarz gehalten und erinnert ein wenig an einen Bildschirm aus den Matrix-Filmen. Oben links steht der Firmenname und darunter ist die Typenbezeichnung zu sehen. In der Mitte ist das Gehäuse abgebildet. Unten sind die Informationen zu den Betriebsmodi aufgeführt:

– RAID 0
– RAID 1
– large
– normal

Auf der Rückseite sind zusätzlich die technischen Details zu lesen.

Inhalt:

Im Inneren sind folgende Artikel zu finden:

– Festplattengehäuse

– Anleitung
– Stromkabel
– USB Kabel
– Standfuß
– Tüte mit Schrauben
– zwei Schraubendreher

Haptik:

Das Gehäuse ist in Schwarz gehalten. Vorne sind die Lüftungsgitter zu sehen.

Oben befinden sich im hinteren Teil die Status-LEDs für die beiden Festplatten.

Auf der Unterseite sind drei Vertiefungen. Hier wird der innere Teil mit dem Gehäuse verbunden.

Auf der Rückseite befinden sich oben folgende drei LEDs für den jeweiligen Betriebsmodus: RAID0/1; large und normal. Tief gelegen ist ein Lüfter angebracht. Unter diesem ist rechts ein Schalter für die Geschwindigkeit des Gebläses (aus/langsam/schnell) und darunter der Einschalter. Weiter unten befindet sich der Stromeingang.

Unten links gibt es ein DIP-Feld und daneben den USB Port. Mit den beiden DIP Hebeln wird die Betriebsart eingestellt:

– beide oben  = normal
– beide unten = RAID 0
– rechts unten und links oben = RAID 1
– rechts oben und links unten = LARGE

An den beiden Seiten befindet sich nur das LC-Power Logo.

Einbau:

Nach der Entnahme wird der innen gelegene Käfig nach vorne geschoben. Hier fällt der Blick auf die beiden SATA-Steckplätze. Pro Seite kann eine HDD oder SSD angebracht werden. Die Größe ist für 3.5“ Festplatten gedacht. Wird eine 2.5“ verwendet, muss für den Einbau vorher eine Hülle gekauft werden. Die Platte wird dann oben und unten mit dem Gehäuse verschraubt. Am Schluss wird die Metallplatte darüber geschoben und mit dem Innenleben verbunden.

Geschwindigkeit:

Die Zugriffszeit hängt von der jeweiligen Festplatte ab. Bei der Verwendung einer langsameren HDD mit 5400 RPM werden längere Zugriffszeiten als bei einer SSD beobachtet. Daher können hier nur Werte, die mit unserem Setup ermittelt wurden, angegeben werden. Wir haben zwei SSDs eingebaut, da bei uns der Einsatzzweck auf Videoschnitt lag. Der RAID-Level wurde auf 0 gesetzt. Dank USB 3.2 war unsere Zugriffszeit:

Erklärung:

Dies ist ein Auszug aus Wikipedia (Link: https://de.wikipedia.org/wiki/RAID)

Ein RAID-System dient zur Organisation mehrerer physischer Massenspeicher[1] (üblicherweise Festplattenlaufwerke oder Solid-State-Drives) zu einem logischen Laufwerk, das eine höhere Ausfallsicherheit oder einen größeren Datendurchsatz erlaubt als ein einzelnes physisches Speichermedium. Der Begriff ist ein Akronym für englisch „redundant array of independent disks“, also „redundante Anordnung unabhängiger Festplatten“ (ursprünglich englisch „redundant array of inexpensive disks“; deutsch „redundante Anordnung kostengünstiger Festplatten“; was aus Marketinggründen aufgegeben wurde).

Während die meisten in Computern verwendeten Techniken und Anwendungen darauf abzielen, Redundanzen (in Form von mehrfachem Vorkommen derselben Daten) zu vermeiden, werden bei RAID-Systemen redundante Informationen gezielt erzeugt, damit beim Ausfall einzelner Speichermedien das RAID als Ganzes seine Integrität und Funktionalität behält und nach Ersetzen der ausgefallenen Komponente durch einen Rebuild der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden kann. Diese Redundanz darf keinesfalls mit einer Datensicherung gleichgesetzt werden.

RAID 0: Striping – Beschleunigung ohne Redundanz

Bei RAID 0 fehlt die Redundanz, daher gehört es streng genommen nicht zu den RAID-Systemen, es ist nur ein schnelles „Array of Independent Disks“. Bit 1 wird auf die erste Platte geschrieben, Bit 2 auf die zweite. Fällt ein Datenträger aus, sind alle Daten verloren.

RAID 1: Mirroring – Spiegelung

RAID 1 ist der Verbund von mindestens zwei Festplatten. Ein RAID 1 speichert auf allen Festplatten die gleichen Daten (Spiegelung) und bietet somit volle Redundanz. Die Kapazität des Arrays ist hierbei höchstens so groß wie die kleinste beteiligte Festplatte.

Ein Vorteil von RAID 1 gegenüber allen anderen RAID-Verfahren liegt in seiner Einfachheit. Beide Platten sind identisch beschrieben und enthalten alle Daten eines Systems, somit kann (die passende Hardware vorausgesetzt) normalerweise auch jede Platte einzeln in zwei unabhängigen Rechnern (intern oder im externen Laufwerk) unmittelbar betrieben und genutzt werden. Aufwändige Rebuilds sind nur dann notwendig, wenn die Platten wieder redundant betrieben werden sollen. Im Störfall wie auch bei Migrationen beziehungsweise Upgrades bedeutet das einen erheblichen Vorteil.

Bei „large“ werden die Daten auf die nächste Platte geschrieben, sobald die eine voll ist.

Unter „normal“ werden alle Platten einzeln angesprochen.

Fazit:

Das LC-35U3-RAID-2 ist ein einfacher und dennoch mächtiger Raid Kontroller. Die Funktion, eine oder mehrere Festplatten anzuschließen, ist unkompliziert gelöst. Der Anwender muss nur die jeweiligen HDD einstecken und den Betriebsmodus wählen. Die Zugriffsgeschwindigkeit ist OK und hängt eben von den Datenträgern ab. Bei Sicherheit wird RAID 1 gewählt und wer Geschwindigkeit benötigt, für den ist das Level 0 gedacht. Im Vorfeld ist allerdings Vorsicht geboten. Ändert man das RAID Level während Daten vorhanden sind, so werden diese gelöscht. Der Käfig und die Halterung sind nicht entkoppelt, daher werden alle Schwingungen auf das Gehäuse übertragen. Der Lüfter ist auf maximaler Umdrehung stark zu hören. Wer es leiser mag, kann diesen auch austauschen. Nur verliert der Besitzer daraufhin die Garantie. Alles in allem ist das LC-35U3-RAID-2 ein gutes und solides Enclosure, das ohne Schnick-Schnack und Software auskommt. Die Umhüllung funktioniert gleich Out-of-the-Box.

Aus diesen Gründen erhält es den DataHolic Gold Award.

Vorteil:

– keine Software benötigt
– schneller Einbau
– geringes Gewicht

Neutral:

– Lüfter ist hörbar

Nachteil:

– keine Entkopplung der HDD

Link: https://www.lc-power.com/produkte/hdd-ssd-m2-gehaeuse/889cm35/lc-35u3-raid-2/

Preis: 38,79€

DataHolic