Dygma Select Articulated Arms und 1/4” Adaptor Puck
Ankunft und erster Eindruck: Wenn Zubehör schon beim Karton „Werkzeug“ schreit
Manchmal merkt man einem Paket schon an, dass es nicht einfach nur „irgendein“ Accessoire ist. Nicht wegen greller Farben oder Marketing Sprüchen, sondern wegen der Art, wie es verpackt ist: eher sachlich, fast industriell, mit Labels, Barcodes und dem Gefühl, dass hier etwas geliefert wurde, das eine Funktion erfüllen soll und nicht nur hübsch aussehen möchte. Genau so war der erste Kontakt mit Dygma Select, konkret mit dem Articulated Arm & Suction Cup Mount Set und dem 1/4” Adaptor Puck Set.
Dygma nennt die Select Linie eine „kuratierte Auswahl“ an Desk Gear, das den eigenen Namen verdient. Das klingt erstmal wie ein Versprechen, das man im Unboxing nicht prüfen kann, aber es setzt einen Rahmen: Es geht nicht um RGB oder Software, sondern um Mechanik, Material, Schnittstellen. Eben Dinge, die man anfassen, drehen, verschrauben und im Zweifel auch kaputtkriegen kann, wenn sie schlecht gemacht sind.
Und genau da beginnt das Unboxing: nicht mit „Wow“, sondern mit „Okay, schauen wir uns an, wie sauber das gebaut ist.“

Verpackungslogik: Zwei Sets, ein Systemgedanke
Auf dem Tisch liegen mehrere Kartons. Zwei größere, flache Boxen in einem unaufgeregten Grau, plus ein kleineres, gepolstertes Päckchen. Die Etiketten sind dabei nicht nur Deko. Man liest:
- DYGMA SELECT
- Articulated Arm & Suction Cup Mount (bei den größeren Boxen)
- und separat das 1/4” Adaptor Puck Thema, das als eigenes Set geführt wird.
Damit ist schon vor dem Öffnen klar: Das hier ist modular gedacht. Nicht „ein Produkt“, sondern Bausteine, die zusammen ein Setup ergeben. Dygma verkauft die Arme auch als Bundle mit den Pucks, was den Systemgedanken noch deutlicher macht: Arme als Positionierer, Puck als Interface zur Tastatur (oder generell zu einem Montagepunkt mit passenden Schrauben).
Was auffällt: Keine übertriebene Außenverpackung, kein Hochglanz, keine „Unboxing Experience“ im Apple Sinn. Eher „Werkstatt“. Das ist nicht negativ. Im Gegenteil: Bei mechanischem Zubehör ist Understatement oft ein gutes Zeichen, weil Budget und Aufmerksamkeit eher in Material und Fertigung fließen sollten als in Lack und Schaumstoff-Theater.

Karton und Label: Der Moment, in dem Standards wichtig werden
Die Labels sind für Technikmenschen mehr als Pflichtaufkleber. Sie verraten, wie ein Hersteller denkt: Wird sauber benannt, was drin ist? Gibt es SKU/Artikelnummern? Wird auf Normen hingewiesen?
Beim Articulated Arms Set ist die Bezeichnung eindeutig: ein Set aus Gelenkarmen und Saugnapf-Mounts, beide mit 1/4” Schraubköpfen als Standard. Diese 1/4” Schnittstelle ist im Foto/Video- und Stativbereich so verbreitet, dass sie fast unsichtbar wird. Man nutzt sie ständig, denkt aber selten darüber nach, dass dahinter eine echte Norm steckt: 1/4”-20 UNC ist die typische Stativschraube, die an Tripod Köpfen, Magic Arms, Kamera-Cages, Lichtstativen und zig Zubehörteilen auftaucht. Dygma setzt genau darauf, um nicht in einem proprietären Käfig zu enden.
Dygma beschreibt das Set als Articulated Arm & Suction Cup Mount Set mit „360º toric joints“ und 1/4” screw heads. Allein das Wort „toric“ ist spannend, weil es nicht nach billigem Kugelgelenk klingt, sondern nach einer Gelenkgeometrie, die auf definierte Reibflächen und stabile Klemmung ausgelegt ist.

Öffnen der Boxen: Kein Showeffekt, aber eine klare Schutzstrategie
Die äußere Hülle
Die Kartons öffnen klassisch über Laschen. Kein Magnet, kein Stoffband, kein „Premium Ritual“. Dafür wirkt das Material stabil genug, um den Transport zu überleben, ohne dass die Ecken sofort nachgeben.
Innen: Formeinsatz statt Chaos
Beim ersten Blick ins Innere fällt der Formeinsatz auf. Teile liegen nicht lose herum, sondern in passgenauen Mulden. Das ist mehr als Optik: Gerade bei Gelenkarmen können Druckpunkte, Kratzer oder Kantenstöße die Oberfläche ruinieren oder Gewinde beschädigen. Ein sauberer Einsatz verhindert das und sorgt gleichzeitig dafür, dass beim Versand nichts „arbeitet“.
Dieses „arbeitet“ ist übrigens bei mechanischen Teilen das unterschätzte Problem: Wenn Metallteile im Karton bei jeder Erschütterung gegeneinander schlagen, hast du am Ende feine Macken, die man erst später sieht, aber sofort spürt, wenn man Oberflächen anfasst oder Gelenke bewegt.
Hier: ruhig, fixiert, zweckmäßig.
Bestandteil 1: Die Saugnapf-Mounts – Haftung ist hier kein Nebenthema
Die Saugnapf-Elemente sind die Basis des Systems. Dygma liefert im Arm-Set zwei Saugnapf-Mounts für 1/4” Schraubköpfe.
Und Saugnäpfe sind in der Praxis ein kleines Minenfeld, weil sie nur dann „magisch“ wirken, wenn die Oberfläche mitspielt. Dygma selbst und auch externe Hinweise (z. B. aus dem Video-Kontext) betonen: Saugnäpfe funktionieren zuverlässig auf glatten, nicht porösen Oberflächen wie Glas, lackiertem Metall oder sehr glattem Laminat. Auf Holz mit offener Porung, rauem MDF oder strukturierten Tischplatten kann es stark variieren.
Mechanische Details, die man beim Unboxing schon sieht
- Der Saugnapf selbst ist groß genug, um nicht wie ein Spielzeug zu wirken.
- Die Mechanik zum „Anziehen“ (also Vakuum erzeugen und halten) wirkt eher wie ein Werkzeughebel als wie eine Gummi-Spielerei.
- Der Anschluss oben ist auf das 1/4” System ausgelegt.
Spannend ist ein Satz aus Dygmas eigener Kommunikation, der im Kopf bleibt: Die Saugnäpfe seien „much stronger than clamps“. Das ist natürlich Marketing, aber es trifft einen realen Punkt: Klemmen hängen von Tischkante, Materialstärke und Hebelarm ab. Saugnäpfe hängen von Oberfläche und Vakuum ab. Auf einer geeigneten Fläche können sie absurd stabil sein.
Und da sind wir bei einem Klassiker, der erstaunlich gut passt: „The details are not the details. They make the design.“ (Charles Eames). Bei einem Saugnapf ist „Detail“ eben nicht die Logo-Prägung, sondern die Frage, ob das Vakuum nach zwei Stunden noch steht.

Bestandteil 2: Die Gelenkarme – 13 cm Segmente und die Logik von Male-Male vs. Male-Female
Im Set liegen laut Dygma:
- 2× 13 cm male-male articulated arms
- 2× 13 cm male-female articulated arms
Das klingt trocken, ist aber in der Praxis entscheidend. Denn so baust du Ketten. Wenn du nur male-male hast, kannst du nicht beliebig verlängern, weil irgendwann Gewinde auf Gewinde trifft, wo du eigentlich eine Buchse brauchst. Dygma weist sogar explizit darauf hin: Wer erweitert, soll male-female nehmen, um die „chain“ fortzusetzen.

Was man beim Auspacken sofort merkt: Materialmix und Reibflächen
Die Arme wirken wie ein hybrider Aufbau:
- Metallische Armsegmente
- Gelenkpunkte mit klarer Klemmfläche
- Große Drehknöpfe, die nicht nach filigranem Kamera-Zubehör aussehen, sondern eher nach „Handfest, auch ohne Zange“.
Dygma spricht von „toric aluminum joints“ und betont, dass die Gelenke deutlich größer seien als bei typischen Kamera-Armen, damit sie in Position bleiben. Das ist ein wichtiges Detail, weil viele günstige Magic Arms genau an dieser Stelle scheitern: Zu kleine Reibflächen, zu wenig Klemmweg, zu glatte Oberflächen. Dann hält das Ganze nur, solange nichts dran zieht.
Und plötzlich ist man mitten in Mechanik-Grundlagen: Reibung, Anpressdruck, Flächenpressung. Du kannst noch so schick eloxieren, wenn die Geometrie der Klemmflächen Mist ist, rutscht es.
Im Unboxing selbst kann man natürlich keine Langzeit-Haltekräfte messen, aber man kann Indikatoren sammeln:
- Größe der Gelenke: je größer die Reibfläche, desto weniger „Punktlast“ und desto besser die Chance, dass es bei gleichem Drehmoment hält.
- Knopfdesign: Ein Drehknopf, der groß genug ist, lässt kontrolliertes Anziehen zu, ohne dass man überdreht.
- Oberflächenstruktur: Leicht griffige Flächen statt Hochglanz.
Hier wirkt es so, als hätte Dygma genau auf diese typischen Schwachstellen reagiert.

Bestandteil 3: Der 1/4” Adaptor Puck – das Interface zur Tastatur
Der 1/4” Adaptor Puck Set ist die zweite große Schachtel im Kopf, weil er das Bindeglied ist: Nicht jeder will eine Tastatur auf einem Stativkopf montieren, aber wer es will, braucht eine stabile, definierte Schnittstelle. Genau das soll dieser Puck liefern.
Dygma beschreibt das Set sehr konkret:
- 2× CNC Aluminum Adaptor Pucks für 1/4” screws
- 8× 10 mm M3 countersunk allen screws
- Maße: 4 × 4 × 0,7 cm
- Lochabstand: 19,5 mm, passend zu den M3-Holes in Dygma Defy und Raise 2
Das ist im Unboxing Gold wert, weil es zeigt: Hier wurde nicht nur ein „Puck“ gefräst, sondern auch an Schraubenlänge, Senkung und Lochbild gedacht.
CNC-Aluminium ist nicht nur ein Buzzword
„CNC Aluminum“ kann alles heißen, von billiger Schnellfräsung bis sauberer Präzision. Aber allein die Entscheidung für Aluminium statt Kunststoff ist bei einer 1/4”-Schnittstelle sinnvoll, weil hier Kräfte über Hebelarme wirken. Wenn du eine Tastatur über Gelenkarme ausrichtest, wirken Zug und Drehkräfte nicht nur axial, sondern auch torsional. Kunststoff kann das, aber er arbeitet, und Schraubenköpfe können sich mit der Zeit „einbetten“.
Aluminium in Kombination mit Senkkopfschrauben (countersunk) bedeutet: bündige Oberfläche, weniger Kippmoment am Schraubenkopf, sauberer Sitz. Dazu M3 in 10 mm Länge klingt nach einem bewusst gewählten Kompromiss: lang genug für tragfähiges Gewinde, kurz genug, um nicht irgendwo aufzusetzen oder durchzudrücken.
Das Lochbild: 19,5 mm als unsichtbarer Standard im Dygma-Ökosystem
19,5 mm ist nicht „zufällig“. Das ist ein Maß, das sich in Dygmas Produkten wiederfindet, damit Zubehör wirklich passt, ohne dass man bastelt. Und genau dieses „ohne Basteln“ ist bei ergonomischem Setup oft der Unterschied zwischen „mach ich irgendwann“ und „nutze ich täglich“.
Kleinteile und Schrauben: Der Moment, in dem man merkt, ob jemand Praxiserfahrung hat
Im Unboxing tauchen die Schrauben auf: sauber in einem kleinen Beutel, nicht lose im Karton. Das klingt banal, ist aber wichtig, weil M3 Senkkopf-Schrauben in 10 mm eben nicht die Sorte Kleinteil ist, die man spontan in der Schublade hat, wenn man nicht sowieso ständig an Elektronik schraubt.
Hier hilft ein Zitat, das man normalerweise eher in Werkstätten als in Reviews hört: „If you don’t have time to do it right, when will you have time to do it over?“ (John Wooden). Denn fehlende Schrauben sind genau dieses „do it over“ Problem: Projekt stoppt, Motivation weg, Setup bleibt liegen.
Dygma liefert die Schrauben dazu, statt zu sagen „kauf halt M3“. Das spricht für ein Setup, das wirklich out of the box montierbar sein soll.
Haptik und Oberflächen: Unboxing als Materialprüfung
Unboxing ist nicht nur „was ist drin“, sondern „wie fühlt es sich an“. Gerade bei mechanischem Zubehör.
Oberflächenfinish
Die Teile wirken matt, eher funktional als dekorativ. Das ist für Gelenkarme sinnvoll: Glatte Hochglanzflächen sehen schick aus, aber sie zeigen Fingerabdrücke, und bei Klemmflächen kann zu glatte Eloxierung auch Reibwerte beeinflussen. Matte Oberflächen sind hier oft die bessere Wahl.
Kanten und Übergänge
Bei CNC und Metallteilen sind Kanten kritisch. Scharfe Kanten sind nicht nur unangenehm, sie können auch Kabel beschädigen oder beim Montieren stören. Beim Anfassen wirkt es nicht so, als ob hier irgendwo „Rasierklinge“ lauert. Keine Garantie ohne Messung, aber der Ersteindruck: entgratet, alltagstauglich.
Drehknöpfe
Die Knöpfe sind groß genug, um sie ohne Werkzeug kräftig anzuziehen. Das ist eine bewusste Ergonomie-Entscheidung. Kleine Knöpfe führen dazu, dass man zu viel Kraft auf zu wenig Fläche bringt, also entweder abrutscht oder überdreht. Große Knöpfe geben dosierbare Kraft.
Dygma positioniert das Set explizit als stabil und einstellbar. Ein Satz aus ihrer Vorstellung bleibt hängen: Sie hätten „nach einer Lösung gesucht“ und diese zwei Kriterien priorisiert. Das Unboxing bestätigt zumindest, dass die Teile danach aussehen, als würden sie dieses Ziel ernst nehmen.
Modularität im Karton: Warum die Aufteilung sinnvoll ist
Man könnte fragen: Warum nicht alles in eine Box? Antwort: weil unterschiedliche Nutzergruppen existieren.
- Wer bereits Kameraarme besitzt, braucht vielleicht nur die Pucks.
- Wer das Arm-Set will, aber es für anderes Zubehör nutzt, braucht keine Pucks.
- Wer Dygma-Tastaturen befestigen will, nimmt das Bundle.
Dygma verkauft genau diese Kombination als „Articulated Arms + Adaptor Puck Bundle“. Für ein Unboxing heißt das: Es ist nicht nur „mehr Inhalt“, sondern ein bewusstes Baukastensystem.
Und das ist auch der Punkt, an dem man kurz an Dieter Rams denken muss: „Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.“ Hier übersetzt sich das nicht in Minimalismus, sondern in Schnittstellenoffenheit: 1/4” Standard statt Spezialgewinde, modulare Sets statt Zwangspaket.
Der technische Kern: 1/4” als Brücke zwischen Desk Setup und Foto Zubehör
Spannend am Dygma Select Ansatz ist, dass er eine Brücke baut: Ergonomisches Keyboard-Setup trifft auf Foto/Video-Zubehör-Ökosystem. Das ist clever, weil Fotozubehör seit Jahrzehnten eine Kultur hat, die auf Standardgewinden, modularen Armen, Schnellwechselplatten und definierter Mechanik basiert.
Das 1/4” Gewinde ist dabei das Esperanto der Hardware. Und Dygma nutzt es, um nicht selbst alles erfinden zu müssen. Das steht sogar sinngemäß in ihrer Produktbeschreibung: Die Arme lassen sich mit jeder Klemme oder jedem Zubehör nutzen, das 1/4” akzeptiert.
Im Unboxing wirkt das wie ein stilles Versprechen: Du kannst hier mit Bordmitteln aus zwei Welten arbeiten.
Sicherheits- und Praxisnotizen, die schon beim Auspacken auffallen
Saugnapf ist kein „einmal drauf und fertig“
Auch wenn der Saugnapf mechanisch solide aussieht: Die Haftung hängt von der Oberfläche und Sauberkeit ab. Fettfilm, Staub, Mikrostruktur im Tisch, alles spielt rein. Das ist keine Kritik, sondern Physik. Und weil das Set explizit auf Saugnäpfe setzt, gehört diese Realität zu einem technischen Unboxing dazu. Dygma selbst zeigt Anwendungsfälle sogar auf Ober- und Unterseite von Tischen, was den Einsatzbereich erweitert, aber die Oberflächenfrage bleibt.
Gelenke: Lieber kontrolliert anziehen
Große Gelenke verführen manchmal dazu, „mit Gefühl“ zu viel zu geben. Gerade bei Aluminiumklemmen gilt: kontrolliert anziehen, nicht überdrehen. Ein überdrehter Knopf kann Gewinde stressen, und dauerhaft zu hohe Klemmkraft kann Reibflächen „glätten“ oder Material ermüden. Das sind Details, die man später in der Nutzung merkt, aber man denkt beim Unboxing schon dran, wenn die Teile so massiv wirken.
Schrauben: Senkung muss passen
Senkkopfschrauben sind nur dann perfekt, wenn Senkung und Kopfgeometrie sauber passen. Dygma liefert hier M3 Senkkopf und einen Puck, der dafür ausgelegt ist. Das deutet auf saubere Abstimmung hin, die man ohne Montage nicht final bewerten kann, die aber vom Konzept her stimmt.
Kurzer Blick auf die „Dygma Select“ Idee: Warum das im Unboxing relevant ist
Normalerweise sind Liniennamen im Unboxing egal. Hier nicht ganz, weil Dygma Select eben nicht „wir haben noch was gemacht“ bedeutet, sondern „wir haben weltweit gesucht und nehmen nur, was wir selbst nutzen“. Dygma formuliert es als Desk Gear, das „worthy of your money and our name“ sein soll. Das ist eine Positionierung, die man im Unboxing zumindest an Verpackung, Materialwahl und Schnittstellenstrategie gegenprüfen kann.
Und was man bis hierhin sagen kann, ohne in irgendeine Art Abschlussbewertung abzudriften: Die Teile sind nicht auf Show gebaut. Sie sind auf Funktion und Systemkompatibilität gebaut.
Lieferumfang, so wie er sich aus dem Unboxing herauskristallisiert
Articulated Arms Set
- 2× Saugnapf-Mounts für 1/4” Schraubköpfe
- 2× 13 cm male-male Arme
- 2× 13 cm male-female Arme
1/4” Adaptor Puck Set
- 2× CNC Aluminium Adaptor Pucks für 1/4”
- 8× M3 Senkkopf-Inbusschrauben, 10 mm
- Puck Maße: 4 × 4 × 0,7 cm
- Lochabstand: 19,5 mm, passend zu Dygma Defy / Raise 2
Allein diese Auflistung zeigt, wie technisch klar Dygma kommuniziert. Keine Fantasienamen für Schrauben, keine „Premium Fasteners“, sondern harte Fakten.
Verpackungsdetails, die man leicht übersieht, die aber viel aussagen
- Formeinsätze reduzieren Transportschäden und halten die Teile spannungsfrei.
- Die Trennung der Komponenten wirkt so, als ob sie auch für Lagerung gedacht ist: Du kannst das Zubehör wieder einpacken, ohne Tetris spielen zu müssen.
- Keine unnötigen Folienberge. Ein paar Schutzmaterialien sind da, aber es wirkt nicht wie „Plastik als Bühnenbild“.
Für WordPress Leser ist das oft Nebensache, für Technikmenschen ist es ein Signal: Wenn jemand sich beim Innenleben Mühe gibt, ist die Chance höher, dass er sich auch bei Gewinden, Passungen und Materialpaarungen Gedanken gemacht hat.
Kleine, nerdige Randnotiz: Warum 13 cm als Segmentlänge Sinn ergibt
Dygma nutzt 13 cm Armsegmente. Das ist eine Länge, die in Setup-Welten sinnvoll ist:
- Kurz genug, um nicht sofort zu schwingen wie ein Fahnenmast
- Lang genug, um echte Positionierung zu ermöglichen (Abstand, Höhe, Winkel)
- Modular erweiterbar, ohne dass die Kette sofort instabil wird
Je länger ein einzelnes Segment, desto größer der Hebelarm, desto mehr Moment auf Gelenke und Basis. Mit mehreren kürzeren Segmenten kannst du die Geometrie feiner einstellen und die Kraftverteilung besser kontrollieren.
Dygma betont zudem die größere Gelenkdimension gegenüber „regular camera arms“. Auch das passt zur Segmentlogik: Die Schwachstelle sind fast immer die Gelenke.
Ein Satz, der beim Anfassen hängen bleibt
Während man die Teile aus dem Formeinsatz hebt, fühlt sich vieles nach klassischem Industrie-Zubehör an. Und da drängt sich ein berühmtes Zitat auf, das in Technikreviews selten nervt, weil es wirklich passt: „Simplicity is the ultimate sophistication.“ (Leonardo da Vinci)
Das Set versucht nicht, das Rad neu zu erfinden. Es nutzt Standards, setzt auf Material, und die „Innovation“ ist eher die Kombination: Tastatur-Ergonomie mit Foto-Mechanik verheiraten.
Fazit: Ein Unboxing, das mehr über Haltung als über Inhalt erzählt
Ein Fazit zu ziehen, ohne Nutzungserfahrungen einzubeziehen, ist im klassischen Review-Sinne ungewöhnlich. Im Kontext eines technischen Unboxings ist es jedoch möglich – wenn man das Fazit als Einordnung der konstruktiven und konzeptionellen Entscheidungen versteht.
Die Dygma Select Articulated Arms und der 1/4” Adaptor Puck hinterlassen bereits beim Auspacken den Eindruck eines durchdachten, modularen Systems. Nichts wirkt zufällig, nichts überdekoriert. Die Wahl der Materialien, die Dimensionierung der Gelenke und die Entscheidung für etablierte Standards deuten auf einen Hersteller hin, der Funktion über Form stellt.
Das Unboxing zeigt keine Effekthascherei, sondern Konsequenz. Wer hier bunte Akzente oder emotionale Verpackungsmomente erwartet, wird enttäuscht. Wer jedoch Wert auf mechanische Solidität, Schnittstellenoffenheit und langfristige Nutzbarkeit legt, erkennt bereits in dieser frühen Phase, wohin die Reise geht.
In einer Zeit, in der Zubehör oft als Wegwerfprodukt konzipiert ist, wirkt dieser Ansatz fast altmodisch – im besten Sinne. Es ist Zubehör, das nicht erklärt, wie es benutzt werden möchte, sondern still voraussetzt, dass der Nutzer weiß, was er tut.
Oder um es mit einem oft zitierten Satz zu sagen, der hier erstaunlich gut passt:
„Form follows function – and function follows understanding.“
Hinweis gemäß EU-Vorgaben zur Transparenz:
Die in diesem Testbericht vorgestellten Dygma Select Articulated Arms sowie das Dygma Select 1/4” Adaptor Puck Set wurden uns von Dygma als unverbindliche Leihgabe zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei nicht um bezahlte Werbung.
Dygma hatte keinerlei Einfluss auf Inhalt, Bewertung oder redaktionelle Unabhängigkeit dieses Artikels. Alle geäußerten Meinungen basieren ausschließlich auf unseren eigenen Praxiserfahrungen.
Wir bedanken uns herzlich bei Dygma für die Bereitstellung des Zubehörs und das entgegengebrachte Vertrauen in dataholic.de.
