Mittwoch, September 2, 2026
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Samsung Galaxy Z Fold8 im Fazit – wenn aus dem faltbaren Smartphone plötzlich ein digitales Notizbuch für die Hosentasche wird

Es gibt technische Entwicklungen, deren Bedeutung sich hervorragend über Zahlen erklären lässt. Mehr Rechenleistung, größere Akkus, höhere Bildwiederholraten oder zusätzliche Kameras gehören dazu. Und dann gibt es Geräte wie das Samsung Galaxy Z Fold8. Auf dem Datenblatt stehen selbstverständlich reichlich Zahlen, doch keine davon beschreibt wirklich, was Samsung mit diesem Modell verändert hat. Das Fold8 ist nämlich nicht einfach die nächste Evolutionsstufe eines bekannten Foldables. Samsung hat die eigene Fold-Serie aufgespalten und dem normalen Fold8 einen völlig anderen Charakter gegeben. Das klassische Smartphone-Format mit einem großen faltbaren Bildschirm übernimmt inzwischen das Galaxy Z Fold8 Ultra. Das Fold8 dagegen wird kürzer, breiter und beinahe quadratisch. Zugeklappt erinnert es eher an ein kleines digitales Notizbuch als an ein besonders schmales Smartphone. Aufgeklappt entsteht ein 7,6 Zoll großes Display im 4:3-Format. Klingt zunächst nach einer ungewöhnlichen Designentscheidung. Nach einigen Tagen mit dem Gerät wirkt die Frage eher umgekehrt: Weshalb musste ein Foldable eigentlich so lange aussehen wie ein normales Smartphone, das zufällig in der Mitte geknickt werden kann?
Genau hier liegt die Stärke des Fold8. Samsung versucht nicht mehr, die Existenz des Scharniers zu verstecken. Stattdessen wird die gesamte Konstruktion um diese Eigenschaft herum entwickelt. Das Ergebnis ist ein Gerät mit 201 Gramm Gewicht, lediglich 9,7 Millimetern Dicke im geschlossenen Zustand und 4,5 Millimetern pro Hälfte, sobald es aufgeklappt auf dem Tisch liegt. Das ist bemerkenswert, weil neben zwei Displayhälften weiterhin Scharnier, Akku, Kameras, Mobilfunktechnik, Lautsprecher und ein Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy untergebracht werden müssen. Ein Foldable bleibt mechanisch erheblich komplizierter als ein klassisches Smartphone. Beim Fold8 fühlt sich diese Komplexität allerdings erstmals nicht mehr automatisch nach zusätzlichem Ballast an. 
Arthur C. Clarke schrieb einmal sinngemäß, ausreichend fortgeschrittene Technologie sei von Magie kaum zu unterscheiden. Beim Fold8 liegt die Magie weniger darin, dass sich ein OLED-Panel falten lässt. Das funktioniert längst. Interessanter ist inzwischen, wie selbstverständlich der Vorgang geworden ist. Aufklappen, Anwendung verschieben, zwei Programme nebeneinander öffnen, Gerät wieder schließen. Nach kurzer Zeit wirkt das technisch absurd komplizierte Gesamtsystem erstaunlich banal. Und genau das ist vermutlich eines der größten Komplimente, das sich einem Foldable machen lässt.

Ein Formfaktor, der endlich eine eigene Idee verfolgt

Das wichtigste Merkmal des Galaxy Z Fold8 ist weder sein Prozessor noch Galaxy AI und auch nicht das Kamerasystem. Es ist seine Geometrie. Samsung hat sich beim normalen Fold8 von der Vorstellung verabschiedet, dass ein Foldable geschlossen möglichst exakt wie ein klassisches Smartphone funktionieren müsse. Daraus entsteht ein 123,9 Millimeter hohes und 81,9 Millimeter breites Gerät. Das Verhältnis wirkt auf den ersten Blick ungewohnt, vor allem neben aktuellen Smartphones, deren Gehäuse immer länger geworden sind. Ein S26 Ultra oder vergleichbare Geräte sehen daneben fast wie Fernbedienungen aus.
Doch die geringe Höhe verändert erstaunlich viel. Das Fold8 verschwindet leichter in einer Jackentasche, lässt sich geschlossen sicherer greifen und besitzt trotz seiner Breite einen deutlich kleineren vertikalen Schwerpunkt. 201 Gramm klingen auf dem Papier weiterhin nach einem soliden Stück Technik, praktisch verteilt sich dieses Gewicht jedoch auf eine ungewöhnlich kompakte Fläche. Das Gerät fühlt sich daher eher dicht als schwer an.
Diese Unterscheidung ist wichtig. Ein schweres Smartphone zieht nach unten und arbeitet ständig gegen die Hand. Ein dicht konstruiertes Gerät vermittelt eher den Eindruck eines kompakten technischen Blocks. Genau dieses Gefühl erzeugt das Fold8. Die beiden Gehäusehälften liegen geschlossen sauber übereinander, das Scharnier erzeugt keinen unnötigen Abstand und die Außenflächen ergeben eine erstaunlich homogene Einheit.
Die technische Entwicklung wird erst im Vergleich mit älteren Foldables richtig deutlich. Vor einigen Generationen gehörte ein zusammengeklapptes Fold fast zwangsläufig zu jener Gerätekategorie, die in der Hosentasche permanent daran erinnerte, dass dort gerade zwei Smartphonehälften übereinander lagen. Beim Fold8 beträgt die Dicke geschlossen nur noch 9,7 Millimeter. Das liegt inzwischen gefährlich nah an normalen Smartphones samt Schutzhülle. Samsungs frühere Foldables wirkten gelegentlich wie zwei sehr dünne Smartphones, die gemeinsam beschlossen hatten, künftig unzertrennlich zu sein. Das Fold8 wirkt dagegen wie ein einziges Gerät.
Interessant ist dabei auch die klare Abgrenzung zum Galaxy Z Fold8 Ultra. Das Ultra übernimmt das klassische, größere Fold-Konzept mit einem 6,5-Zoll-Außendisplay und einem 8-Zoll-Innendisplay. Das normale Fold8 erhält dagegen 5,5 Zoll außen und 7,6 Zoll innen. Es ist also nicht einfach günstiger oder kleiner. Die beiden Geräte erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Das Ultra möchte Smartphone und kleines Tablet kombinieren. Das Fold8 erinnert viel stärker an ein digitales Taschenbuch, einen Kalender oder eben ein kleines Notebook. 
Das ist eine gute Entwicklung. Eine Produktfamilie wird interessanter, sobald verschiedene Modelle unterschiedliche Konzepte vertreten und nicht lediglich dieselbe Idee in drei Bildschirmgrößen anbieten.

Das Scharnier: der unsichtbare Hauptdarsteller

Bei einem normalen Smartphone lässt sich über Rahmenmaterial, Kameras oder Displayglas diskutieren. Bei einem Foldable entscheidet zusätzlich ein Bauteil über Erfolg oder Misserfolg, das im Alltag idealerweise kaum auffällt: das Scharnier.
Ein gutes Scharnier sollte mechanisch ein kleines Kunstwerk und praktisch vollkommen langweilig sein.
Genau diesen Zustand erreicht Samsung inzwischen erstaunlich gut. Beim Öffnen entsteht ein gleichmäßiger Widerstand ohne hakelige Übergänge. Die beiden Gehäusehälften bewegen sich kontrolliert, ohne dass das Gerät den Eindruck erweckt, gegen die eigene Konstruktion anzukämpfen. Gleichzeitig bleibt genügend Widerstand vorhanden, um verschiedene Öffnungswinkel zu halten.
Das klingt unspektakulär. Tatsächlich steckt dahinter jedoch eine erhebliche konstruktive Herausforderung. Ein Foldable muss Kräfte aufnehmen, ohne diese punktuell auf das flexible OLED-Panel zu übertragen. Gleichzeitig darf der Mechanismus kaum zusätzlichen Bauraum beanspruchen, weil jeder Millimeter im Scharnierbereich unmittelbar auf Dicke und Gewicht des gesamten Geräts einzahlt.
Hinzu kommt der Schutz des Innendisplays. Samsung spricht beim Fold8 von Titanschutz innerhalb der Displaystruktur. Das zeigt, wo die Entwicklung inzwischen angekommen ist. Flexible Displays werden nicht nur über bessere Polymerschichten geschützt, sondern über die gesamte darunterliegende mechanische Struktur stabilisiert. Das Display selbst ist nur die sichtbare Oberfläche eines Systems aus Trägern, Schutzschichten, Verklebungen und beweglichen Bereichen. 
Das Ergebnis fühlt sich deutlich weniger fragil an, als die Konstruktion vermuten lässt. Trotzdem bleibt ein Foldable physikalisch ein Foldable. Ein flexibles Display kann nicht dieselbe oberste Glasschicht besitzen wie ein starres Smartphonepanel. Sand, harte Partikel oder punktuelle Belastungen bleiben daher unerwünschte Gäste. Hier hilft auch kein Prozessor mit fast fünf Gigahertz. Physik lässt sich nicht per Firmware-Update entfernen.

Zwei Displays, aber erstmals zwei wirklich verschiedene Aufgaben

Das äußere Dynamic-AMOLED-2X-Display besitzt 5,5 Zoll Diagonale und eine Auflösung von 1.972 × 1.248 Pixeln. Interessanter als die Auflösung ist das 16:10-Format. Dadurch entsteht kein typischer, langer Smartphonebildschirm, sondern eine kompakte Fläche, die fast ein wenig an frühere PDAs erinnert. Das Display arbeitet adaptiv mit bis zu 120 Hz und ist mit 428 ppi ausgesprochen scharf. 
Das Außendisplay eignet sich hervorragend für kurze Aufgaben. Nachrichten lesen, Musik steuern, Navigation kontrollieren, einen Anruf annehmen, Kalender prüfen oder schnell eine Information suchen. Für längere Texte wirkt die Fläche dagegen bewusst kompakt. Das Fold8 zwingt damit fast unauffällig zu einer Entscheidung: kurz erledigen oder aufklappen.
Genau das macht den Formfaktor interessanter als ein Foldable mit nahezu vollwertigem Smartphone-Außendisplay. Dort entsteht leicht die absurde Situation, dass das große Innendisplay zwar bezahlt und ständig mitgetragen wird, ein beträchtlicher Teil des Tages aber trotzdem auf dem äußeren Bildschirm stattfindet.
Das Fold8 setzt einen stärkeren Kontrast zwischen beiden Zuständen. Geschlossen ist es Werkzeug. Geöffnet wird es Arbeitsfläche.
Aufgeklappt stehen 7,6 Zoll mit 2.448 × 1.848 Pixeln zur Verfügung. Das 4:3-Seitenverhältnis ist dabei hervorragend gewählt. Webseiten, Dokumente, Fotos, E-Mails und zwei parallel angeordnete Anwendungen profitieren stärker von zusätzlicher Breite als von einem extrem langen Bildschirm. Der Bildschirm erreicht ebenfalls bis zu 120 Hz und Samsung nennt eine Spitzenhelligkeit von bis zu 3.000 Nits. 
Das Seitenverhältnis sorgt auch dafür, dass das Fold8 weniger wie ein vergrößertes Smartphone wirkt. Ein normales Smartphone zeigt häufig einfach mehr Inhalt in vertikaler Richtung. Das Fold8 verändert dagegen die Anordnung. Webseiten besitzen plötzlich wieder Platz für breitere Spalten. Ein Kalender kann mehrere Informationen gleichzeitig darstellen. Fotos erhalten eine Größe, bei der Details tatsächlich erkennbar werden. Tabellen sind nicht länger reine Geduldsübungen.
Der Effekt erinnert erstaunlich stark an den Wechsel von einem einzelnen Monitor zu einem größeren Desktop-Arbeitsplatz. Mehr Fläche bedeutet nicht automatisch höhere Produktivität. Entscheidend ist, ob die Software diese Fläche sinnvoll strukturiert. Genau dort spielt Samsungs lange Erfahrung mit Foldables eine entscheidende Rolle.

Multitasking ist hier keine Demonstration für den Messestand

Split-Screen-Funktionen existieren auf Android seit Jahren. Auf einem gewöhnlichen Smartphone besitzen sie ungefähr denselben praktischen Charme wie zwei DIN-A4-Seiten auf einer Briefmarke. Technisch funktioniert alles, freiwillig bleibt die Nutzung trotzdem selten.
Auf dem Fold8 ergibt die Sache plötzlich Sinn.
Mail links, Browser rechts. Kalender neben Teams. Dokument oben, Taschenrechner darunter. YouTube neben Notizen. Die konkrete Kombination spielt kaum eine Rolle. Entscheidend ist, dass beide Anwendungen ausreichend Fläche erhalten, um tatsächlich bedienbar zu bleiben.
One UI 9 baut hier auf jahrelanger Fold-Erfahrung auf. Apps wechseln zwischen Außen- und Innendisplay, Fenster lassen sich flexibel verteilen und Inhalte bleiben beim Wechsel des Bildschirmzustands erhalten. Samsung gibt Android 17 und One UI 9 als Auslieferungsbasis an. 
Diese Softwareintegration ist vielleicht Samsungs größter Wettbewerbsvorteil im Foldable-Bereich. Ein flexibles OLED-Panel einzukaufen oder zu entwickeln ist nur ein Teil der Aufgabe. Anschließend muss ein Betriebssystem verstehen, dass sich seine verfügbare Bildschirmfläche innerhalb einer Sekunde fundamental verändern kann.
Im Alltag fällt dabei auf, wie schnell sich Gewohnheiten anpassen. Nach einigen Stunden wird eine längere Mail nicht mehr auf dem kleinen Außendisplay beantwortet. Das Gerät klappt auf. Bei einer Adresse reicht dagegen der Außenbildschirm. Genau daraus entwickelt sich ein eigener Arbeitsrhythmus.
Eine kleine Anekdote aus dem Testalltag beschreibt diesen Effekt besser als jede Benchmark-Tabelle. Ein Termin, eine E-Mail mit Informationen dazu und eine parallel benötigte Webseite führen auf einem klassischen Smartphone üblicherweise zu jener Fingerakrobatik aus App wechseln, Text merken, zurückspringen, erneut wechseln und anschließend feststellen, dass die gesuchte Zahl natürlich doch eine andere war. Auf dem Fold8 standen die Informationen gleichzeitig auf dem Bildschirm. Kein spektakulärer Moment, kein Feuerwerk, keine künstliche Intelligenz, die Konfetti wirft. Nur weniger Reibung.
Gute Technik funktioniert häufig genau so.

Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy: Leistung ist hier Mittel zum Zweck

Im Inneren arbeitet Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy. Samsung nennt Taktraten von bis zu 4,74 GHz und kombiniert den SoC je nach Variante mit 12 oder 16 GB Arbeitsspeicher. Speicheroptionen reichen von 256 GB über 512 GB bis 1 TB. 
Über mangelnde Rechenleistung muss deshalb kaum diskutiert werden. Anwendungen starten schnell, Animationen laufen flüssig und mehrere parallel geöffnete Programme bringen das Fold8 im normalen Betrieb nicht aus dem Tritt.
Wichtiger ist beim Fold8 allerdings etwas anderes: Ein großer Bildschirm lädt geradezu dazu ein, mehr gleichzeitig zu erledigen. Dadurch steigen Anforderungen an Speicherverwaltung, GPU und thermisches Design. Ein leistungsfähiger SoC ist hier nicht primär Benchmark-Schmuck, sondern Grundlage des Formfaktors.
Das gilt besonders für Desktop-ähnliche Szenarien und Samsung DeX. Samsung unterstützt DeX weiterhin, wodurch das Fold8 bei Bedarf auch an einem externen Bildschirm als kompakte Arbeitsstation auftreten kann. USB 3.2 Gen 1 ist ebenfalls vorhanden. 
Damit entsteht eine interessante Hierarchie: geschlossenes Informationsgerät, aufgeklapptes Mini-Tablet und über DeX sogar Desktop-Oberfläche. Dieselbe Hardware bedient drei sehr unterschiedliche Nutzungssituationen.
Natürlich bleibt ein Smartphone kein vollständiger Notebook-Ersatz. Entwicklungsumgebungen, professionelle Medienproduktion oder komplexe lokale Workflows besitzen andere Anforderungen. Für Browser, Remote-Zugriffe, Office, Kommunikation und zahlreiche Verwaltungsaufgaben verschwimmen die Grenzen allerdings zunehmend.

4.800 mAh: größerer Akku trotz kompakterem Konzept

Foldables hatten lange ein offensichtliches Problem. Zwei große Displays benötigen Energie, gleichzeitig beansprucht das Scharnier wertvollen Platz, der bei einem normalen Smartphone für Akkuvolumen zur Verfügung steht.
Samsung verbaut beim Fold8 4.800 mAh. Das sind 400 mAh mehr als beim Fold7, obwohl das neue Gerät mit 201 Gramm leichter ausfällt. Samsung gibt bis zu 26 Stunden Videowiedergabe an. Geladen wird kabelgebunden mit bis zu 45 Watt; auf der Verpackung ist entsprechend eine erforderliche USB-PD-Leistung zwischen 10 und 45 Watt ausgewiesen. Ein Netzteil gehört nicht zum Lieferumfang. 
Im Alltag ist die größere Kapazität wichtiger als jede theoretische Laufzeitangabe. Ein Foldable verleitet wegen seines Hauptdisplays stärker zu längeren Nutzungssitzungen. Webseiten, Videos, Dokumente oder mehrere Apps gleichzeitig bleiben länger geöffnet. Entsprechend sollte ein solches Gerät nicht mit einem Akku ausgestattet sein, der bereits am frühen Abend nach einer Steckdose ruft.
45 Watt sind allerdings kein Spitzenwert. Andere Hersteller jagen inzwischen dreistelligen Ladeleistungen hinterher. Samsung bleibt konservativer. Technisch besitzt diese Strategie zumindest einen nachvollziehbaren Hintergrund: Hohe Ladeleistungen erzeugen zusätzliche Wärme und belasten elektrochemische Zellen stärker. Samsung nennt für den Akku eine Mindestlebensdauer von 1.200 Ladezyklen. Gerade bei einem Smartphone dieser Preisklasse ist langfristige Zellgesundheit keine nebensächliche Größe. 
Trotzdem dürfte ein 45-Watt-Netzteil bei einem Gerät dieser Klasse gern Teil der Verpackung sein. Ein mehrere Tausend Euro teures Foldable ohne Ladegerät besitzt etwas von einem Sportwagen, dessen Tankdeckel zwar vorhanden ist, der passende Einfüllstutzen aber als Zubehör bestellt wird.

Die Kameras: leistungsfähig, praxisnah und bewusst weniger ambitioniert

Zwei rückseitige Kameras wirken bei einem Smartphone der Flaggschiffklasse im Jahr 2026 beinahe ungewöhnlich zurückhaltend. Das Galaxy Z Fold8 kombiniert eine 50-MP-Weitwinkelkamera mit f/1.8-Blende und optischer Bildstabilisierung mit einer ebenfalls 50 MP auflösenden Ultraweitwinkelkamera mit f/1.9-Blende. Ein dediziertes Teleobjektiv fehlt. Genau an dieser Stelle wird deutlich, wo Samsung die Grenze zwischen dem kompakteren Fold8 und Smartphones zieht, bei denen maximale fotografische Flexibilität weiter oben im Lastenheft steht. Der Hauptsensor ermöglicht zusätzlich eine 2-fache Vergrößerung in optischer Qualität, während darüber hinaus zunehmend Sensor-Crop, Bildverarbeitung und digitale Vergrößerung übernehmen. Für gelegentliche Aufnahmen funktioniert das ordentlich, aus der Hauptkamera wird dadurch allerdings noch lange kein echtes Teleobjektiv.
Nachvollziehbarer wird diese Entscheidung mit Blick auf die gesamte Konstruktion. Jedes Kameramodul beansprucht wertvollen Platz im Gehäuse, und der ist bei einem Foldable mit nur wenigen Millimetern starken Gehäusehälften erheblich knapper als bei einem klassischen Flaggschiff. Samsung muss den vorhandenen Raum bereits zwischen Akkuzellen, Scharniermechanik, Displayelektronik, Kühlsystem, Antennen und Hauptplatine aufteilen. Eine große Periskopkonstruktion oder ein weiteres optisch stabilisiertes Kameramodul würde daher nicht einfach nur eine zusätzliche Linse auf dem Datenblatt bedeuten. Gewichtsverteilung, interne Anordnung der Komponenten und möglicherweise sogar die Bauhöhe des Kamerabereichs würden sich verändern. Das Fold8 akzeptiert deshalb einen fotografischen Kompromiss zugunsten jener Eigenschaften, die seinen Charakter wesentlich stärker bestimmen: niedriges Gewicht und ein bemerkenswert dünnes Gehäuse.
Leichter fällt dieser Kompromiss, weil die Hauptkamera genau in jenen Situationen überzeugt, aus denen der überwiegende Teil der alltäglichen Smartphone-Fotografie besteht. Die Detailwiedergabe ist stark, der Dynamikumfang groß und Samsungs Bildverarbeitung liefert Aufnahmen, die bereits ohne unmittelbare Nachbearbeitung stimmig wirken. Farben behalten den für Galaxy-Geräte typischen, leicht kräftigeren Charakter, ohne dass blauer Himmel und grüne Vegetation gleich an den Demonstrationsmodus eines Fernsehers erinnern. Gerade schwierige Lichtverhältnisse zeigen außerdem, wie wenig moderne Smartphone-Fotografie inzwischen ausschließlich vom Sensor abhängt. Mehrere Belichtungen werden miteinander kombiniert, helle Bildbereiche kontrolliert und Schatten angehoben, ohne die Aufnahme vollständig von der tatsächlichen Szene zu entfernen.
Die Ultraweitwinkelkamera ergänzt dazu eine Brennweite, die bei einem auf Mobilität ausgelegten Gerät im Alltag häufig nützlicher sein dürfte als extreme Vergrößerungen. Architektur, Landschaften, Innenräume und größere Gruppen profitieren unmittelbar vom erweiterten Sichtfeld. Eine elektronische Randkorrektur kann die physikalischen Eigenschaften einer Ultraweitwinkeloptik zwar nicht vollständig beseitigen, was besonders bei geraden Linien und Motiven nahe der Bildränder sichtbar wird, dennoch bleibt die zweite Kamera ein sinnvoller Bestandteil des Systems und nicht bloß der obligatorische zusätzliche Kreis auf der Rückseite.
Die interessanteste Kamerafunktion des Fold8 steckt ohnehin in keinem der beiden Kameramodule, sondern im Scharnier. Teilweise aufgeklappt und auf einer ebenen Fläche abgestellt, entsteht ohne zusätzliches Stativ eine stabile Kameraposition. Videoanrufe, Gruppenaufnahmen, Fotos mit Selbstauslöser oder längere Videoaufzeichnungen werden dadurch erheblich einfacher, weil eine Hälfte des Smartphones kurzerhand zum Standfuß für die andere wird. In geeigneten Aufnahmemodi kann zusätzlich das Außendisplay als Vorschau dienen, wodurch die rückseitigen Kameras auch in Situationen sinnvoll eingesetzt werden können, für die bei einem klassischen Smartphone normalerweise die Frontkamera herhalten müsste. Genau hier zeigt sich eine der interessanteren Seiten faltbarer Hardware: Ein ursprünglich für das Display notwendiges mechanisches Bauteil übernimmt plötzlich Aufgaben, die weit über das eigentliche Zusammenfalten des Geräts hinausgehen.
Das fehlende Teleobjektiv bleibt trotzdem spürbar. Ein 2-facher Sensor-Crop reicht für Porträts und kleinere Anpassungen des Bildausschnitts problemlos aus, doch bei Konzerten, entfernter Architektur oder kleinen Details werden die Grenzen digitaler Vergrößerung schnell sichtbar. Computational Photography kann Kontraste rekonstruieren, Informationen mehrerer Einzelbilder kombinieren und vergrößerte Aufnahmen sauberer erscheinen lassen. Die Perspektive und tatsächliche optische Auflösung einer längeren Brennweite lassen sich dadurch nicht ersetzen. Für das Fold8 ist das kein grundlegender Schwachpunkt, wohl aber eine bewusst gesetzte Grenze. Als kompaktes Foldable funktioniert das Kamerasystem überzeugend, als vollständiger Ersatz für ein fotografisch kompromisslos ausgestattetes Kamera-Flaggschiff dagegen nur eingeschränkt.

Zwei Frontkameras statt eines unnötigen technischen Kunststücks

Samsung setzt sowohl im äußeren als auch im inneren Display auf eine 10-MP-Frontkamera und lässt beide vor allem eines sein: sichtbar. Für ein Foldable klingt das zunächst beinahe enttäuschend konventionell, technisch ist es jedoch die vernünftigere Lösung. Frühere Versuche mit unter OLED-Panels versteckten Kameras haben recht deutlich gezeigt, wie schnell eine optisch besonders saubere Displayfläche zum Problem für die eigentliche Kamera werden kann. Ein Sensor benötigt Licht, und eine aktive Pixelmatrix darüber erleichtert diese Aufgabe naturgemäß nicht.
Das kleine Punch-Hole im Innendisplay fällt bei gezielter Suche auf, verschwindet während der normalen Nutzung aber erstaunlich schnell aus der Wahrnehmung. Dafür muss die Kamera nicht durch eine zusätzliche Pixelschicht fotografieren und anschließend versuchen, den dadurch reduzierten Lichteinfall über Bildverarbeitung wieder auszugleichen. Besonders bei Videokonferenzen in Büros, Hotelzimmern oder am Abend macht sich dieser Vorteil bemerkbar, da Frontkameras mit ihren vergleichsweise kleinen Sensoren ohnehin nicht gerade unter einem Überangebot an Licht leiden.
Die beiden Kameras ergeben außerdem eine sinnvolle funktionale Aufteilung. Im geschlossenen Zustand übernimmt die äußere Frontkamera den klassischen Smartphone-Betrieb, während die Kamera des Innendisplays bei geöffnetem Fold8 für Videotelefonie und Konferenzen richtig positioniert bleibt. Spektakulär ist daran wenig, doch genau darin liegt die Stärke dieser Lösung. Ein Foldable enthält bereits genügend konstruktive Herausforderungen. Eine Kamera nur deshalb unter dem Display zu verstecken, um wenige Millimeter sichtbare Aussparung zu vermeiden, würde ein kosmetisches Problem lösen und dafür ein optisches schaffen.

Verarbeitung: 4,5 Millimeter verlangen mehr Konstruktion, nicht weniger

Auf Fotos wirkt das Fold8 fast dünner, als es sein dürfte. Mit lediglich 4,5 Millimetern pro Gehäusehälfte im geöffneten Zustand entsteht zunächst der Eindruck, ein etwas zu fester Griff könnte bereits als unfreiwilliger Belastungstest durchgehen. In der Hand verändert sich diese Wahrnehmung schnell. Beide Hälften wirken steif, der Rahmen zeigt bei normaler Handhabung keine auffällige Verwindung und das Scharnier verbindet beide Seiten, ohne dass die Mitte des Geräts wie eine konstruktive Schwachstelle erscheint.
Interessanter als die reine Zahl ist der Aufwand, der notwendig ist, um bei dieser Bauhöhe überhaupt ein solches Gefühl von Stabilität zu erzeugen. Ein Foldable wird nicht einfach dünner, indem etwas Material vom Rahmen abgeschliffen wird. Akkuzellen benötigen weiterhin physisches Volumen, der USB-C-Anschluss definiert in einem Teil des Gehäuses bereits eine praktische Mindesthöhe, Antennen brauchen Abstand zu leitenden Strukturen und das Scharnier muss Tausende Öffnungs- und Schließbewegungen aufnehmen, ohne problematische punktuelle Kräfte auf das flexible Display zu übertragen. Gleichzeitig wird die Kühlung anspruchsvoller, weil ein leistungsfähiger SoC seine Abwärme über ein extrem flaches Gehäuse verteilen muss.
Die internen Komponenten werden dadurch zwangsläufig Teil eines eng miteinander verzahnten konstruktiven Gesamtsystems. Displayträger, Scharnieraufnahmen, Rahmenbereiche und die Positionierung einzelner Bauteile beeinflussen gemeinsam die Steifigkeit. Genau deshalb fühlt sich das Fold8 weniger wie zwei absurd dünne Platten an, die irgendwie in der Mitte miteinander verbunden wurden, sondern eher wie eine einzige mechanische Konstruktion, die ihre Geometrie verändern kann.
Die Graphite-Ausführung passt hervorragend zu diesem Ansatz. Die matte Oberfläche zeigt sich gegenüber Fingerabdrücken vergleichsweise unempfindlich und verleiht dem Fold8 eine zurückhaltende technische Optik, die besser zur Konstruktion passt als eine übermäßig dekorative Gestaltung. Selbst der rückseitige Kamerabereich bleibt vergleichsweise dezent. Im geschlossenen Zustand verrät das Gerät erstaunlich wenig darüber, wie kompliziert sein innerer Aufbau tatsächlich ist. Fast schon britisches Understatement, wobei Samsung glücklicherweise auf den Tee verzichtet hat.

Der Fingerabdrucksensor löst ein Foldable-Problem erstaunlich einfach

Die Integration des Fingerabdrucksensors in die Einschalttaste klingt zunächst nach einem unscheinbaren Detail. Interessant wird diese Entscheidung erst beim Blick auf die Alternativen. Ein klassisches Smartphone besitzt ein Display und damit einen naheliegenden Platz für einen Sensor unter der Bildschirmfläche. Das Fold8 besitzt zwei Displays und wird regelmäßig in beiden Zuständen verwendet. Biometrische Hardware unter einem der beiden Panels würde deshalb zwangsläufig eine Nutzungssituation bevorzugen.
Der seitlich integrierte Sensor umgeht dieses Problem vollständig. Dieselbe Taste bleibt erreichbar, unabhängig davon, ob das Fold8 geschlossen, vollständig geöffnet oder in einem Zwischenwinkel abgestellt ist. Auch die Authentifizierung hängt nicht davon ab, welches Display gerade aktiv ist. Während des Tests arbeitete die Erkennung schnell und zuverlässig, was bei einer Funktion, die täglich dutzende Male verwendet wird, wesentlich wichtiger ist als jede spektakuläre technische Umsetzung.
Die Gesichtserkennung steht zusätzlich zur Verfügung, doch der Fingerabdrucksensor bleibt aufgrund seiner Position die konsequentere Methode. Weder die Umgebungsbeleuchtung noch die aktuelle Ausrichtung der Displays verändert seine grundlegende Funktion. Es ist ein kleines Beispiel für eine Eigenschaft, die sich durch das gesamte Fold8 zieht: Die überzeugendsten Lösungen sind nicht zwangsläufig die technisch kompliziertesten, sondern jene, die unabhängig von der aktuellen Form des Geräts zuverlässig funktionieren.

Konnektivität mit Blick auf die kommenden Jahre

Bei der drahtlosen Ausstattung gibt es kaum Überraschungen, was in dieser Preisklasse ausdrücklich positiv zu verstehen ist. Wi-Fi 7 inklusive 6-GHz-Bereich, Bluetooth 6.0, NFC, Ultra-Wideband und 5G bilden eine zeitgemäße Grundlage, während Nano-SIM und eSIM moderne Dual-SIM-Konfigurationen ermöglichen. Auch bei der Satellitennavigation zeigt sich eine entsprechend umfassende Ausstattung. An dieser Stelle wurde offensichtlich nicht versucht, einige Euro einzusparen und damit einen Punkt zu schaffen, der erst Jahre später unangenehm auffallen würde.
Wi-Fi 7 liegt noch vor der Netzwerkausstattung vieler Haushalte und Büros, doch gerade deshalb ist die Unterstützung sinnvoll. Ein Smartphone dieser Klasse sollte mehrere Jahre relevant bleiben, während Router und Unternehmensnetzwerke in diesem Zeitraum zwangsläufig weiterentwickelt werden. Ein Premiumgerät mit bereits beim Kauf veralteter Funktechnik wäre eine merkwürdige Sparmaßnahme, wenn der restliche Aufbau auf eine möglichst lange Nutzungsdauer ausgelegt ist.
Bei UWB gilt eine ähnliche Logik. Der unmittelbare Nutzen fällt weniger offensichtlich aus als bei NFC, weil entsprechende Funktionen von kompatiblen Geräten in der Umgebung abhängen. Präzise räumliche Ortung wird jedoch für Tracker, digitale Fahrzeugschlüssel und vernetzte Hardware zunehmend interessant. Eine solche Funktion kann monatelang unbemerkt bleiben und plötzlich relevant werden, sobald ein weiteres Gerät im eigenen Ökosystem sie unterstützt. Keine dieser Technologien verändert das Fold8 für sich allein grundlegend. Gemeinsam sorgen sie allerdings dafür, dass ausgerechnet die Konnektivität nicht zum ersten Teil des Smartphones wird, der nach einigen Jahren veraltet wirkt.

Sieben Jahre Software-Support sind nur wertvoll, wenn die Hardware mithält

Samsungs langfristige Update-Zusage besitzt bei einem Foldable eine besondere Bedeutung. Ein konventionelles Mittelklasse-Smartphone lässt sich nach einigen Jahren vergleichsweise wirtschaftlich ersetzen, ohne dass der ursprüngliche Kauf dadurch zwangsläufig fragwürdig erscheint. Das Fold8 bewegt sich in einer völlig anderen Preiskategorie. Seine wirtschaftliche Betrachtung verändert sich erheblich, sobald das Gerät über viele Jahre sinnvoll eingesetzt werden kann. Langfristige Betriebssystem- und Sicherheitsupdates sind deshalb weit mehr als eine weitere Zeile im Datenblatt.
Software bildet allerdings nur eine Seite der Lebensdauer. Im Fold8 arbeitet ein Akku, dessen Zellen chemisch altern. Das Scharnier durchläuft bei jedem Öffnen einen weiteren mechanischen Zyklus, während der mittlere Bereich des flexiblen Displays immer wieder zwischen gebogenem und flachem Zustand wechselt. Keiner dieser Prozesse lässt sich mit einem weiteren Android-Update aufhalten. Gerade deshalb wird der lange Supportzeitraum beinahe zu einer Herausforderung für die Hardware, zu beweisen, dass moderne Foldables ihren früheren Ruf als besonders empfindliche Geräte tatsächlich hinter sich gelassen haben.
Sieben Jahre Updates bedeuten folglich nicht automatisch sieben Jahre ohne Reparatur. Auch eine lange Garantie bei einem klassischen Notebook verhindert schließlich nicht, dass dessen Akku Kapazität verliert. Entscheidend ist vielmehr, dass Softwarealterung nicht zusätzlich und künstlich die Nutzungsdauer begrenzt. Bleiben Scharnier, Display und übrige Hardware mechanisch gesund, sollte veraltete Sicherheitssoftware keinen Grund liefern, ein ansonsten funktionierendes Fold8 auszusortieren.
DeX, SmartThings und das breitere Galaxy-Ökosystem erweitern diese Perspektive zusätzlich. Ein Smartphone, das unterwegs als kompaktes Mobilgerät, geöffnet als größere Arbeitsfläche und an einem externen Bildschirm als desktopähnliches System eingesetzt werden kann, besitzt mehrere Möglichkeiten, auch bei veränderten Nutzungsgewohnheiten relevant zu bleiben. Ein langer Supportzeitraum passt deshalb zu einem Fold8 besonders gut.

Der fehlende S Pen schmerzt gerade deshalb, weil das Display nahezu perfekt dafür wäre

Kaum ein fehlendes Merkmal wirkt beim Fold8 so widersprüchlich wie die gestrichene S-Pen-Unterstützung. Geöffnet präsentiert das Gerät eine Bildschirmfläche im 4:3-Format, die beinahe für handschriftliches Arbeiten entworfen worden sein könnte. Dokumente, Notizen, Skizzen und PDF-Anmerkungen passen wesentlich natürlicher auf diese Proportionen als auf die schmalen Displays klassischer Smartphones. Ausgerechnet die Eingabemethode, mit der sich diese Fläche besonders sinnvoll nutzen ließe, fehlt.
Technisch gibt es nachvollziehbare Gründe dafür. Eine aktive Stifteingabe benötigt zusätzliche Hardware innerhalb des Displayaufbaus, und weitere Schichten sind ausgesprochen unerwünscht, sobald gleichzeitig Dicke und Gewicht reduziert werden sollen. Bei einem flexiblen Panel kommt der Umgang mit punktuellem Druck hinzu. Präzise Stifteingabe ist deshalb keine Funktion, die sich einfach über eine Softwareoption aktivieren lässt. Der gesamte Displayaufbau muss den Stift zuverlässig erfassen und gleichzeitig für Tausende Faltvorgänge mechanisch geeignet bleiben.
Frustrierend bleibt die Entscheidung trotzdem, weil dem Fold8 nur wenig zu einem ausgesprochen guten digitalen Notizbuch fehlt. Auf einer Displayhälfte könnte ein Dokument geöffnet bleiben, während daneben Notizen entstehen. PDFs ließen sich während Besprechungen kommentieren, Diagramme direkt in Samsung Notes skizzieren und Unterschriften einfügen, ohne dafür ein weiteres Gerät hervorzuholen. Für keines dieser Szenarien wäre ein ausgewachsenes Tablet zwingend erforderlich, denn das Fold8 stellt bereits genügend Fläche bereit.
Samsung verbessert damit die physische Mobilität des Fold gegenüber früheren Generationen, verzichtet dafür allerdings auf eine Funktion, die gerade das Innendisplay besonders gut ausgenutzt hätte. Aus konstruktiver Sicht ist dieser Kompromiss nachvollziehbar, verschwinden lässt er sich dadurch nicht. Das Fold8 bleibt ein hervorragendes Gerät zum Lesen, Anzeigen und parallelen Arbeiten mit mehreren Anwendungen. Mit einer vollwertigen Stifteingabe hätte es allerdings eine noch wesentlich interessantere Position zwischen Smartphone und digitalem Notizbuch einnehmen können.

Das Fold8 ist kein kleines Tablet – und genau darin liegt der Punkt

Ein faltbares 7,6-Zoll-Display kann ein 11- oder 13-Zoll-Tablet nicht bei jeder Aufgabe ersetzen. Lange Schreibarbeiten, detaillierte Zeichnungen, komplexe Tabellen und umfangreiche Medienbearbeitung profitieren weiterhin von einer wirklich großen Bildschirmfläche und häufig zusätzlich von einer physischen Tastatur. Interessanter wird das Fold8, sobald dieser Vergleich nicht mehr im Mittelpunkt steht.
Sein Vorteil liegt nicht in maximaler Displaygröße, sondern in unmittelbarer Verfügbarkeit. Ein großes Tablet auf dem heimischen Schreibtisch hilft wenig am Bahnsteig, auf dem Weg durch einen Flughafen oder beim schnellen Prüfen eines Dokuments zwischen zwei Terminen. Das Fold8 ist bereits dabei, weil es gleichzeitig das Smartphone ist.
Dadurch verändert sich der Wert jedes zusätzlichen Zentimeters Bildschirmfläche. Ein PDF wird groß genug, um nicht ständig zoomen zu müssen. Eine Karte zeigt neben der eigentlichen Route genügend umliegende Straßen, um Orientierung zu ermöglichen. Webseiten nähern sich stärker ihrer Desktop-Struktur an, statt Inhalte in eine lange schmale Spalte zu pressen. Zwei Anwendungen teilen sich eine Fläche, ohne dabei zu beinahe komisch schmalen Ausschnitten zu schrumpfen.
Auf dem Papier klingt der Unterschied überschaubar. Im Alltag entsteht der Mehrwert jedoch durch Wiederholung. Das Fold8 muss ein Tablet nicht jeden Tag vollständig ersetzen. Es reicht bereits, wenn genügend Situationen wegfallen, in denen ein zusätzliches Tablet ansonsten hätte mitgenommen werden müssen.
Konzeptionell liegt das Fold8 damit vielleicht sogar näher an der alten PDA-Idee als an einem modernen Tablet. Kommunikationsgerät, Organizer, Dokumentenanzeige und Taschencomputer befinden sich in einem einzigen Gehäuse. Nur der Plastikstift, das resistive Touchdisplay und jener heldenhafte Optimismus fehlen, der einst notwendig war, um mit einer mobilen Datenverbindung tatsächlich eine Webseite öffnen zu wollen.

Galaxy AI funktioniert besser als Ergänzung denn als Kaufargument

Galaxy AI ist tief in Samsungs aktuelle Softwareumgebung integriert, und das Fold8 besitzt genügend Rechenleistung, damit Funktionen für Bearbeitung, Zusammenfassungen, Suche und Medienverarbeitung wie Bestandteile des Betriebssystems statt wie voneinander getrennte Demonstrationen wirken. Der Snapdragon 8 Elite Gen 5 stellt dafür erhebliche lokale Rechenressourcen bereit, während die größere Displayfläche mehreren dieser Funktionen zusätzlichen Raum für ihre Ergebnisse gibt.
Entscheidend ist allerdings, dass Galaxy AI das Fold8 nicht tragen muss. Die Hardware besitzt bereits eine eigenständige Existenzberechtigung. Durch das Öffnen verändert sich physisch nicht nur die Größe, sondern auch die Form der verfügbaren Arbeitsfläche. Ein klassisches Smartphone kann diese Eigenschaft später nicht durch ein Softwareupdate erhalten. Galaxy AI kann den Umgang mit Informationen auf dieser Fläche verbessern, erzeugt die Fläche selbst jedoch nicht.
Gerade dadurch lassen sich die Softwarefunktionen sinnvoller einordnen. Zusammenfassungen können neben dem ursprünglichen Inhalt stehen, Suchergebnisse bleiben neben einer weiteren Anwendung sichtbar und Bildbearbeitung profitiert von einer größeren Arbeitsfläche. Die Funktionen ergänzen eine vorhandene Hardwareeigenschaft, statt zu versuchen, fehlende Unterschiede über Software zu erzeugen.
Selbst wenn sämtliche AI-Funktionen morgen verschwinden würden, bliebe das Fold8 ein interessantes Gerät. Das klingt zunächst nicht nach dem größten Kompliment für Galaxy AI, ist aber eines für die Hardware.

201 Gramm sind nach vier Stunden wichtiger als der nächste Benchmark-Rekord

Das Gewicht von 201 Gramm verdient Aufmerksamkeit, weil es nahezu jede Interaktion mit dem Fold8 beeinflusst. Im Vergleich mit sämtlichen Smartphones ist dieser Wert nicht außergewöhnlich niedrig. Sobald jedoch zwei Displays, zwei Gehäusehälften, ein Scharnier und ein 4.800-mAh-Akku in die Rechnung einfließen, verändert sich die Perspektive. Frühere Foldables trugen ihre zusätzliche mechanische Komplexität im wahrsten Sinne des Wortes in der Hosentasche mit sich herum. Beim Fold8 ist dieser Zusammenhang deutlich weniger ausgeprägt.
Gewicht gehört außerdem zu den technischen Eigenschaften, die sich nicht durch schnelle Software kaschieren lassen. Ein etwas schnellerer App-Start wird nach wenigen Stunden selbstverständlich. Zwanzig oder dreißig zusätzliche Gramm bleiben dagegen jedes Mal spürbar, wenn das Smartphone aus der Tasche genommen, beim Lesen länger gehalten oder einen ganzen Tag mitgeführt wird.
Die vergleichsweise kompakten Abmessungen verteilen die 201 Gramm angenehm, sodass das Fold8 eher dicht als schwerfällig wirkt. Besonders bei längeren Lesesitzungen auf dem geöffneten Display fällt dieser Unterschied auf. Gegenüber einem besonders leichten klassischen Smartphone befindet sich weiterhin mehr Hardware in der Hand, aber nicht genug, damit der Faltmechanismus wie eine permanente ergonomische Strafgebühr wirkt.
Genau darin könnte eines der wichtigeren Zeichen für die zunehmende Reife dieser Geräteklasse liegen. Frühere Foldables verlangten zusätzliches Volumen als Gegenleistung für das größere Display. Beim Fold8 verschiebt sich die Diskussion zunehmend weg von der Frage, ob die zusätzliche Hardware überhaupt akzeptabel ist, hin zu der wesentlich interessanteren Frage, ob die ungewöhnlichen Proportionen zur jeweiligen Nutzung passen.

Vier Tage zeigen den Charakter, nicht den Alterungsprozess

Der ungewöhnlich kurze Testzeitraum setzt den Schlussfolgerungen zum Fold8 zwangsläufig Grenzen. Mehrere aktuelle Samsung-Geräte teilten sich dasselbe Leihfenster, wodurch für jedes Modell vier intensive Testtage zur Verfügung standen. Diese Zeit reicht aus, um Konstruktion, Softwareverhalten, Displays, Kameras, Multitasking und die grundsätzlichen Akkueigenschaften im praktischen Einsatz zu beurteilen. Für belastbare Aussagen über die langfristige Haltbarkeit reicht sie nicht.
Gerade bei einem Foldable ist diese Unterscheidung wichtig. Ein starres Smartphone verändert sich mechanisch während eines normalen Tages kaum. Das Fold8 bewegt sich dagegen ganz bewusst. Bei jedem Öffnen durchläuft das Scharnier einen weiteren Zyklus, während das flexible Panel immer wieder zwischen gefaltetem und flachem Zustand wechselt. Eine seriöse Beurteilung darüber, wie sich der Widerstand des Scharniers entwickelt, ob sich die Falz verändert oder wie die Oberfläche des Innendisplays altert, würde Monate und nicht Tage erfordern.
Vier Tage können allerdings sehr wohl zeigen, ob das grundlegende Bedienkonzept funktioniert, sobald der anfängliche Neuheitseffekt verschwunden ist. Genau das geschah erstaunlich schnell. Kurze Aufgaben wanderten fast automatisch auf das Außendisplay, während längere E-Mails, Dokumente oder parallel benötigte Anwendungen ebenso selbstverständlich zum Öffnen des Geräts führten. Eine bewusste Entscheidung darüber, welcher Zustand die eigentlich „richtige“ Nutzung des Fold8 darstellt, war kaum erforderlich. Die jeweilige Aufgabe bestimmte die Form.
Dieses Verhalten sagt über die Reife des Konzepts letztlich mehr aus als weitere hundert Öffnungszyklen, die ausschließlich für einen Test durchgeführt würden. Der Mechanismus bleibt technisch faszinierend, wird im Alltag aber zunehmend einfach zu jenem Bauteil zwischen zwei Displays, das dem Smartphone bei Bedarf mehr Fläche verschafft.

Seine Schwächen sind keine typischen Foldable-Schwächen mehr

Das Interessante an der Kritik am Fold8 ist, wie gewöhnlich viele seiner Schwächen inzwischen wirken. Die Ladeleistung endet bei 45 Watt, während das passende Ladegerät nicht zum Lieferumfang gehört. Dem rückseitigen Kamerasystem fehlt ein echtes Teleobjektiv, der S Pen wird nicht mehr unterstützt und das kompakte Außendisplay eignet sich hervorragend für kurze Interaktionen, bei längeren Texteingaben dagegen weniger. Gleichzeitig bleibt der Kaufpreis erheblich.
Das sind relevante Kompromisse, doch nur wenige davon lassen sich noch mit jenem alten Zusatz erklären, der Foldables lange begleitet hat: weil es sich eben falten lässt.
Die Einschränkungen des Kamerasystems entstehen teilweise aus Samsungs Prioritäten, ähnliche Entscheidungen finden sich allerdings auch bei klassischen Smartphones. Das fehlende Ladegerät ist längst zu einer branchenweiten Gewohnheit geworden und kein spezifisches Foldable-Problem. Die Ladegeschwindigkeit wirkt nach heutigen Maßstäben konservativ, ist im Alltag aber keineswegs unbrauchbar. Selbst die ungewöhnlichen Displayproportionen sind eher als bewusste konstruktive Entscheidung denn als grundsätzlicher Nachteil zu verstehen. Breitbildvideos nutzen nicht die gesamte Fläche, während Dokumente, Webseiten und Multitasking deutlich vom breiteren 4:3-Arbeitsbereich profitieren.
Eine Ausnahme bleibt der S Pen, denn dessen Fehlen begrenzt unmittelbar einen Bereich, der ansonsten zu den interessantesten Einsatzmöglichkeiten des Fold8 gehören könnte. Abseits davon ähneln die Kompromisse zunehmend jenen Entscheidungen, die auch zwischen zwei klassischen Flaggschiff-Smartphones getroffen werden müssen: mehr fotografische Flexibilität oder weniger Gewicht, größere Akkukapazität oder dünneres Gehäuse, größere Bildschirmfläche oder bessere Mobilität.
Genau diese Entwicklung ist bemerkenswert. Das Fold8 benötigt keinen Bonus mehr bei der Bewertung, nur weil faltbare Hardware kompliziert zu konstruieren ist. Es kann inzwischen genauso kritisch betrachtet werden wie ein gewöhnliches Smartphone. Für die technische Reife des Geräts ist das am Ende vielleicht das größere Kompliment als ein weiterer Absatz darüber, wie beeindruckend das Scharnier konstruiert wurde.

Fazit: Der Faltmechanismus ist endlich Teil des Geräts und nicht mehr die eigentliche Attraktion

Das Galaxy Z Fold8 funktioniert vor allem deshalb so überzeugend, weil Samsung aufgehört hat, das faltbare Display als Besonderheit zu behandeln, die sämtliche Kompromisse rundherum rechtfertigen muss. Der Prozessor ist schnell, die Displays sind hervorragend, die Kameras leistungsfähig und der Akku groß genug, um das Konzept alltagstauglich umzusetzen. In dieser Preisklasse überrascht davon wenig. Viel entscheidender ist, dass diese Komponenten inzwischen in einem Gerät zusammenfinden, das geschlossen und durchdacht statt experimentell wirkt. Das Fold8 vermittelt nicht länger den Eindruck, als wäre ein gewöhnliches Smartphone lediglich in zwei Hälften geteilt worden, um irgendwie ein flexibles OLED-Panel unterzubringen.
Geschlossen verlangen die ungewöhnlichen Proportionen zunächst etwas Eingewöhnung. Das 5,5 Zoll große Außendisplay unterscheidet sich deutlich von den langgezogenen Bildschirmen heutiger Smartphones, und längere Texte gehören nicht unbedingt zu seinen Lieblingsdisziplinen. Nach einigen Tagen wird allerdings immer deutlicher, weshalb Samsung diesen Weg gewählt hat. Eine Nachricht prüfen, die Musikwiedergabe steuern, einen Kalendereintrag nachsehen oder kurz nach einer Adresse suchen benötigt keine 7,6 Zoll Bildschirmfläche. Das Fold8 bleibt geschlossen und verhält sich wie das kompakte Gerät, das es in diesem Moment sein soll. Sobald eine Aufgabe umfangreicher wird, fühlt sich das Aufklappen weniger nach dem Aktivieren einer besonderen Funktion an als vielmehr danach, auf dem Schreibtisch etwas zusätzliche Arbeitsfläche freizuräumen.
Dieser Unterschied ist wichtig, denn frühere Fold-Generationen verlangten für ihre technische Konstruktion durchaus Geduld. Die Belohnung bestand aus einem großen Innendisplay, doch dafür mussten ein dickes Gehäuse, ein erhebliches Gewicht und teilweise Außendisplays akzeptiert werden, deren schmale Proportionen längere Texte beinahe wie das Schreiben durch einen Briefkastenschlitz wirken ließen. Der Reiz des großen Panels war offensichtlich, die dafür im Alltag erforderlichen Zugeständnisse allerdings ebenso.
Mit 201 Gramm und einer geschlossenen Bauhöhe von 9,7 Millimetern verändert das Fold8 diese Rechnung erheblich. Diese Zahlen sind nicht deshalb interessant, weil damit irgendein Wettbewerb auf dem Datenblatt gewonnen wird. Entscheidend ist vielmehr, dass Hand und Hosentasche nicht mehr permanent daran erinnert werden, dass dort ein Scharnier, zwei Displays und zwei Gehäusehälften transportiert werden. Aufgeklappt und mit lediglich 4,5 Millimetern pro Hälfte fällt es sogar schwer, die Abmessungen mit der Menge an Technik im Inneren zusammenzubringen. Samsung hat die konstruktiven Herausforderungen eines Foldables keineswegs beseitigt. Ihre Auswirkungen sind lediglich deutlich weniger spürbar geworden.
Nicht jede Entscheidung profitiert von diesem Streben nach einer möglichst dünnen Konstruktion. Besonders der Verzicht auf die S-Pen-Unterstützung bleibt bedauerlich. Ein 7,6 Zoll großes Display im 4:3-Format wirkt beinahe wie eine Einladung zum handschriftlichen Arbeiten, und das Fold8 hätte damit eine ausgesprochen interessante Position zwischen Smartphone und digitalem Notizbuch einnehmen können. Das fehlende Teleobjektiv lässt sich leichter verschmerzen, schränkt die fotografische Flexibilität aber dennoch ein. Auch 45 Watt Ladeleistung wirken inzwischen eher konservativ als ambitioniert. Dass außerdem kein Ladegerät beiliegt, wird schließlich nicht sympathischer, nur weil sich das daran angeschlossene Smartphone zusammenfalten lässt.
Ebenso wenig lässt sich ignorieren, dass das Fold8 im ursprünglichen Sinne des Wortes weiterhin einen Kompromiss darstellt. Ein klassisches Flaggschiff bietet ein größeres Hauptdisplay in einem dünneren, einteiligen Gehäuse. Ein richtiges Tablet stellt erheblich mehr Arbeitsfläche bereit. Ein auf Fotografie spezialisiertes Ultra-Smartphone verfügt über mehr Brennweiten, während ein dediziertes digitales Notizbuch die bessere Stifteingabe liefert. Das Fold8 schlägt keines dieser Geräte in seiner jeweiligen Spezialdisziplin. Genau nach diesem Maßstab bewertet, würde allerdings der eigentliche Sinn hinter Samsungs Konstruktion verloren gehen.
Sein Vorteil besteht vielmehr darin, dass einige dieser Geräte in bestimmten Situationen etwas weniger notwendig werden. Das Tablet kann zu Hause bleiben, wenn lediglich ein Dokument gelesen und keine komplexe Tabelle bearbeitet werden soll. Eine kurze E-Mail bleibt auf dem Außendisplay, eine längere wandert auf die große Innenfläche. Browser und Kalender können nebeneinander geöffnet bleiben, statt ständig zwischen Anwendungen wechseln zu müssen. Keines dieser Beispiele klingt revolutionär, und genau darin liegt ein wesentlicher Unterschied zu früheren Foldables. Der praktische Nutzen hat die Vorführbühne verlassen und findet inzwischen in unspektakulären Alltagssituationen statt.
Das Scharnier liefert dafür vielleicht das beste Beispiel. Technisch gehört es weiterhin zu den kompliziertesten Komponenten des gesamten Geräts. Es muss beide Gehäusehälften präzise führen, das flexible Display schützen, über unterschiedliche Öffnungswinkel einen definierten Widerstand gewährleisten und Tausende Bewegungen überstehen, während es gleichzeitig möglichst wenig Platz im Inneren beansprucht. Nach einigen Stunden verschwindet diese technische Komplexität jedoch fast vollständig aus der Wahrnehmung. Das Fold8 wird geöffnet, wenn mehr Platz benötigt wird, und wieder geschlossen, sobald diese Fläche nicht mehr erforderlich ist. Für einen Mechanismus, der einst beinahe die gesamte Faszination dieser Produktkategorie ausmachte, ist es eine erstaunliche Leistung, derart langweilig geworden zu sein.
Der kurze Testzeitraum kann nicht beantworten, wie sich dieser Mechanismus, das flexible Display oder der Akku nach einem oder mehreren Jahren verhalten werden. Vier Tage reichen aus, um das Fold8 kennenzulernen, nicht um es altern zu lassen. Die langfristige Haltbarkeit gehört deshalb zu den Punkten, die innerhalb dieses Tests nicht seriös abschließend bewertet werden können. Was diese vier Tage allerdings sehr deutlich gezeigt haben, ist die erstaunlich kurze Eingewöhnungszeit des grundlegenden Bedienkonzepts.
Eine Nachricht trifft ein und bleibt auf dem Außendisplay. Für eine E-Mail werden zusätzliche Informationen aus dem Browser benötigt, das Fold8 öffnet sich und beide Anwendungen stehen nebeneinander. Später folgt ein PDF, dessen Inhalt sich auf der größeren Fläche wesentlich angenehmer erfassen lässt. Danach wird das Gerät wieder zusammengeklappt und verschwindet in der Tasche, ohne dass gerade das Gefühl entstanden wäre, ein kleines Tablet verstauen zu müssen.
Daran ist nichts besonders dramatisch, und genau darin könnte eines der stärksten Argumente für das Fold8 liegen. Vor einigen Jahren genügte bereits der Anblick eines OLED-Panels, das sich zusammenfalten ließ, ohne dabei zu zerbrechen, um ein Foldable faszinierend erscheinen zu lassen. Auf diesen Neuheitseffekt kann sich Samsung inzwischen nicht mehr verlassen. Das ist auch gar nicht mehr nötig.
Das Galaxy Z Fold8 ist genau dann am überzeugendsten, wenn das faltbare Display nicht mehr der Grund für seine Nutzung ist. Es wird geöffnet, weil zusätzliche Fläche gebraucht wird, geschlossen, weil ein kompakteres Gerät angenehmer zu transportieren ist, und erinnert dabei erstaunlich selten daran, wie schwierig beide Zustände technisch überhaupt zu realisieren sind.
Das ist am Ende die deutlich größere Leistung, als erneut zu beweisen, dass sich ein Smartphone zusammenfalten lässt.

Hinweis gemäß EU-Vorgaben zur Transparenz:

Das in diesem Testbericht vorgestellte Samsung Galaxy Z Fold8 wurde uns von Samsung als unverbindliche Leihgabe zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei nicht um bezahlte Werbung.
Samsung hatte keinerlei Einfluss auf Inhalt, Bewertung oder redaktionelle Unabhängigkeit dieses Artikels. Alle geäußerten Meinungen basieren ausschließlich auf unseren eigenen Praxiserfahrungen.
Wir bedanken uns herzlich bei Samsung für die Bereitstellung des Galaxy Z Fold8 und das entgegengebrachte Vertrauen in dataholic.de.

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